Sanierung von Innenhof, Fenstern und Gerichtslaube sollte schon 2016 beginnen

Stendals Rathaus erhält eine Frischekur

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Eigentlich sollten die Arbeiten am Rathaus bereits in diesem Jahr beginnen, nun beginnen sie erst 2017. Neben dem Innenhof, den Fenstern und der Gerichtslaube wird auch die Technologie im Gebäude-Inneren erneuert.

Stendal. Die Marienkirchstraße und der Kornmarkt sind bereits saniert, momentan laufen die Arbeiten auf dem Marktplatz und an der Straße Am Markt. Doch auch für das zentrale Gebäude, welches von diesen Straßen eingerahmt wird, gibt es konkrete Bauvorhaben.

Denn mit der Neugestaltung der Fassade vor ziemlich genau zwei Jahren ist die Sanierung des Rathauses bei Weitem noch nicht abgeschlossen, wie Stadtsprecher Klaus Ortmann auf AZ-Anfrage mitteilte. „Es gibt weitere Projekte, die wir eigentlich schon in diesem Jahr umsetzen wollten. Aber die mussten auf 2017 aufgeschoben werden. “.

Zum einen ist dies der Innenhof, der eine Instandsetzung nötig habe. „Der wird malerisch erneuert“, verrät Ortmann. Auch die teils historischen Fenster benötigen zum Teil eine Aufarbeitung. „Manche müssen auch komplett ausgetauscht werden“, so der Stadtsprecher. Dass die Maßnahme im laufenden Jahr nicht wie geplant umgesetzt werden konnte, ist für die Stimme der Verwaltung kein Grund zur Sorge. „Das ist nicht ganz so dringend. Auch die Gerichtslaube, die im Erdgeschoss ein Café mit Außengastronomie beherbergt, ist Teil der geplanten Baumaßnahmen. Hier müssen die Fassade saniert und das Dach instandgesetzt werden.

Parallel wird sich auch im Inneren des historischen Gebäudes so einiges tun. „Das WLAN haben wir jetzt auf der Agenda. Wir sind auch damit beschäftigt, endlich die Technologie für die Stadtrats-Sitzungen umzusetzen.“ Mit dem drahtlosen Internet bezieht sich Ortmann jedoch nicht auf die Initiative der Freifunker, sondern auf einen WLAN-Punkt in der Tourist-Info. Wenn dieser endgültig eingerichtet ist, könnte das Internet von Beschäftigten der Verwaltung genau so genutzt werden, wie von Bürgern oder Besuchern der Rolandstadt.

In punkto Stadtrats-Sitzungen soll eine Technologie im Rathaus Einzug halten, die bereits in anderer Form im Landgericht umgesetzt wurde. „Die Stadträte sollen künftig ihre Sitzungen halten können, ohne dass sie die Unterlagen in Papierform benötigen.“ Dafür benötigen jedoch alle Ratsmitglieder die entsprechende Technologie, etwa in Form von Tablet-PCs. „Diese Technik würde die Stadt den Räten zur Verfügung stellen. Natürlich nur dann, wenn Bedarf vorhanden ist.“ Jetzt, wo das Ratsinformationssystem eingerichtet ist, sei dies der nächste Schritt. „Zunächst einmal hoffen wir, dass das WLAN nach der Sommerpause ordentlich funktioniert“, so der Stadtsprecher. Für die Instandsetzung von Fenstern, Innenhof und der Gerichtslaube sowie für die technischen Neuerungen sind bereits sechsstellige Beträge im Haushaltsplan der Stadt eingeplant.

Von Mike Höpfner

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