Wasserspiel kostet 120 000 Euro

Stendaler spenden 2310 Euro

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Bis Ende August wollen die Archäologen weitere historische Daten auf dem Marktplatz der Stadt sichern.

Stendal. Das reicht noch nicht einmal für die jährliche Inspektion: Einer Anregung aus der Bürgerschaft folgend, hat die Hansestadt Stendal ein Spendenkonto für das im Rahmen der Marktplatz-Umgestaltung zu errichtende Wasserspiel angelegt.

Dies machte die Verwaltung am 20. Juni öffentlich bekannt. Am Beginn des Folgemonats konnte die Verwaltung während der Juli-Sitzung des Stadtrates den ersten Zwischenstand bekannt geben: 1290 Euro waren am 6.  Juli in der Spendenkasse. Wie sieht es nun aus? Aktuell sind es 2310 Euro, die die Hansestadt in das Wasserspiel investieren könnte, sagte Sprecher Klaus Ortmann gestern auf Nachfrage der AZ.

Diese Summe stellt allerdings nur einen Bruchteil dar, betrachtet man die Gesamtkosten für den Bau einer solchen Wasser speienden Anlage. Dafür gibt es inzwischen einen aktuellen Kostenstand: Waren damals, als die Idee erstmals dem Stadtrat präsentiert wurde, 150 000 Euro allein für das Wasserspiel im Gespräch, könnte es für die Hansestadt jetzt sogar etwas günstiger werden: Die Rede ist nun von 120 000 Euro. Hinzu kämen 2500 Euro für die jährliche Pflege des Kreislaufs, die auf lange Sicht einkalkuliert werden müssen.

Derweil gehen die Arbeiten auf dem Marktplatz weiter. Sie kosten insgesamt 725 000 Euro, zuzüglich 28 000 Euro für neue Abwasserleitungen. Auch die Stendaler Stadtwerke investieren bei dieser Gelegenheit. Als die Wasserspiel-Idee noch nicht eingebunden war, hatten die Planer damit gerechnet, bis zum Weihnachtsmark 2016 fertig zu werden. Es komme auf die Witterung an, wie schnell die Arbeiten vorangehen. „Momentan haben die Archäologen ein weiteres Areal aufgemacht“, sagte Ortmann im AZ-Gespräch. Die Stadt geht momentan davon aus, dass der gesamte Komplex Marktplatz erst im kommenden Frühjahr zur Abnahme bereit ist. Vorher größere Menschenmassen auf die Fläche zu lassen, würde eventuelle Gewährleistungsverfahren gefährden. Aus diesem Grund planen die Organisatoren des kommenden Weihnachtsmarktes, diesen „in Größenordnungen“ auf dem Winckelmannplatz zu veranstalten (AZ berichtete). Auch das beliebte Singen auf dem Markt müsste dann auf der anderen Seite der Marienkirche über die Bühne gehen. „Wir wollen zudem die Marienkirchstraße und den Kornmarkt verstärkt mit einbeziehen“, sagte Stadtsprecher Ortmann weiter.

Ergänzend zum Wasserspiel: Bei Fragen, insbesondere in Bezug auf das Ausstellen von Spendenbescheinigungen, stehen in der Stadtverwaltung Gudrun Lützkendorf, Telefon (03931) 65 15 48, E-Mail gudrun.luetzkendorf@stendal.de, sowie Manuela Thiele, Telefon (03931) 65 15 62, E-Mail manuela.thiele@stendal.de, als Ansprechpartner für alle an einer Spende Interessierten zur Verfügung.

Von Alexander Postolache

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