Bundesweite Benachteiligung kritisiert / Demo für angemessenes Geld für hohe Verantwortung in Ausbildung

Stendaler kämpfen um ihre Zulassung

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Bis zu 70 Studierende demonstrierten gestern in der Stendaler Innenstadt.

Stendal. Die angehenden Psychotherapeuten der Region haben die Nase voll von mieser Bezahlung während ihrer Ausbildung. Ähnlich wie in vielen anderen Städten deutschlandweit sind sie gestern auf die Straße gegangen und haben ihre Kritikpunkte deutlich gemacht.

Eine wachsende Anzahl von jungen Akademikern zog vom Winckelmannplatz über Marktplatz, Hall- und Karlstraße durch die Fußgängerzone zurück zum Ausgangsort, unterbrochen von Kundgebungen. Zum Ende hatten sich etwa 70 Psychotherapeuten in Ausbildung – „PiA“ – versammelt.

Studentin Hannah Stuhler am Mikrofon.

Die Kritik: Nach dem akademischen Werdegang, der etwa fünf Jahre dauert, müssen sie eine weitere drei- bis fünfjährige praktische Ausbildung machen. Dabei leisten sie, so der Tenor der „PiA“, bei voller Verantwortung Arbeit in Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie – und das für geringen bis gar keinen Lohn. Wenn Geld gezahlt werde, reiche das zum Teil nicht einmal, um die eigenen Ausbildungskosten zu zahlen. So müssten hohe Kredite aufgenommen werden. Ein Problem speziell der Stendaler ist dabei, dass die Rehabilitationspsychologie-Absolventen nur in Sachsen-Anhalt die staatliche Zulassung bekommen – aber in keinem anderen Bundesland. Die Begründung sei, dass es sich bei den Stendalern „nur“ um Hochschulabsolventen und nicht um Uniabsolventen handele.

Von Kai Hasse

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