Statistik zeigt desolate Situation / Rang Drei bei Abbrechern

Schulabschlüsse in Stendal: Bundesweit am Ende

kah Stendal. Der Landkreis Stendal liegt bundesweit bei der Zahl der Schüler ohne Abschluss auf Platz 3. Exakt 399 Landkreise und kreisfreie Städte haben eine bessere Quote bei den Abschlüssen.

Nur die Landkreise Mansfeld-Südharz und Uckermark stehen mit Anteilen von 14,4 und 12,9 Prozent Schülern ohne Abschluss noch schlechter da als Stendal. Hier liegt der Anteil bei 12,8 Prozent. Das zeigt eine Recherche des Magazins „Spiegel Online“.

Das Magazin stützt sich auf Zahlen der Regionaldatenbank Deutschland. Die bundesweiten Unterschiede sind enorm: Bester im Bundesvergleich ist Ansbach im Fränkischen, wo der Anteil der Schüler, die kein Zeugnis mit nach Hause gebracht haben, bei gerade einmal 1,1 Prozent liegt. Der bundesweite Schnitt liegt bei 5,5 Prozent. Jahrelang ist dieser Anteil der Schulabgänger ohne Abschluss den aktuellsten Zahlen zufolge immer wieder leicht gefallen, von 6,6 Prozent im Jahr 2009 auf 5,2 Prozent 2013. Nun ist die Zahl wieder gestiegen.

Gründe seien unter anderem die Arbeitslosenquote – beides bedinge einander, das Bundesland selbst samt seiner Förderkonzepte und Schulpolitik sowie die Zahl der Förderschulen: Viele Förderschüler verließen ihre Schule ohne Abschluss.

Rubriklistenbild: © dpa

Kommentare