An den letzten Tagen vor dem Fest werden die Ordnungsstrafen nicht so streng verteilt

Stendal: Knöllchen-Frieden zu Weihnachten

+
Ein wenig Gnade wird es zur Weihnachtszeit geben.

kah Stendal. Auf Gnade hoffen können Parksünder an den letzten Tagen vor Weihnachten. Ab dem 21. Dezember wird in Stendal traditionell der sogenannte „Weihnachtsfrieden“ herrschen, wie Stadtsprecher Klaus Ortmann auf AZ-Anfrage erklärte.

Wer falsch parkt, muss nicht bangen, ein Knöllchen zu bekommen.

Meistens zumindest. Denn, dass nicht mehr scharf auf die Einhaltung der Parkbestimmungen geachtet wird, heiße nicht, dass „Park-Anarchie“ in Stendal ausbrechen wird. Ortmann muss es deutlich betonen: „Der Weihnachtsfrieden gilt nicht für schwere Verkehrsdelikte, Behinderung des Straßenverkehrs oder Gefährdung. Und wer verwarnt wurde, muss damit rechnen, auch eine Ordnungsstrafe zu bekommen.“ Auch der städtische Blitzer werde im Einsatz sein, wie immer. Es gelte das „Opportunitätsprinzip“: Die Stadt habe nicht die Pflicht, jede Ordnungswidrigkeit zu verfolgen, aber stets das Recht dazu.

Das Auflockern der Kontrolltätigkeit speziell beim Parken soll verhindern, dass der Stress in der Weihnachtszeit überhand nehme. „Es kennt wohl jeder, dass manche in den letzten Tagen vor Weihnachten noch die letzten Geschenke zusammenraffen“, meint Ortmann. Damit dazu nicht auch noch der Stress um die Suche nach dem Kleingeld und dem Automaten kommt und die möglichst geschickte Platzierung des Autos, werden Politessen und Politeure die Strafzettelchen also nicht so streng verteilen. Und damit das Fest auch nicht vergällt wird.

Kommentare