Stadtwerke investieren rund sechs Millionen Euro

An Industriestraße: Stendal erhält neue Umspannwerke

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Die Anlage an der Gardelegener Straße ist etwas in die Jahre gekommen und wird erneuert. An der Industriestraße entsteht ein komplett neues Umspannwerk. Die Fertigstellung ist für den 18. Dezember dieses Jahres geplant.

Stendal. Zwei große Projekte haben die Stendaler Stadtwerke in diesem Jahr „vor der Brust“, informiert Karsten Götz, Sachgebietsleiter der Stromversorgung, auf Anfrage der AZ.

An der Industriestraße soll ein neues Umspannwerk errichtet werden, an einem vorhandenen Standpunkt an der Gardelegener Straße werden Erneuerungsmaßnahmen realisiert und ein eigenes Betriebsgebäude gebaut. Die Kosten liegen für beide Projekte insgesamt bei rund sechs Millionen Euro.

„Die brauchen da ein bißchen mehr Strom“, sagt Götz und bezieht sich damit auf das Bauvorhaben an der Industriestraße, „einige unserer Kunden haben einen höheren Netzbedarf signalisiert.“ Dieses Projekt diene in erster Linie dazu, den erhöhten Kapazitätsbedarf im Südosten der Stadt zu regeln. Von dem Ausbau der Anlagen an der Gardelegener Straße solle wiederum der Stadtwesten profitieren. „In diesen Stadtbereichen haben wir dann eine gute Abdeckung“, so der Sachgebietsleiter, „und auch im übrigen Stadtbereich Stendals verfügen wir über gute Reserven.“

Für den Anstieg des Stromverbrauchs an der Industriestraße macht Götz zum einen den Ausbau des Gewerbegebiets verantwortlich. Einen weiteren Grund aber sieht er in der Jahreszeit. „Im Sommer geht es auch um die Klimatisierung, die in den Gebäuden aufrechterhalten werden muss“, so Götz im AZ-Gespräch. An der Gardelegener Straße existieren bereits Anlagen eines anderen Anbieters, nun sollen die der Stadtwerke folgen.

Die Idee, ein neues Umspannwerk zu errichten ist nicht ganz neu. Die Planungen hierfür begannen bereits im vorigen Jahr. Die Spatenstiche erfolgten parallel an Industriestraße und Gardelegener Straße. „Unser Ziel ist es, bis zum 18. Dezember dieses Jahres mit den Baumaßnahmen fertig zu werden“, hofft Karsten Götz auf eine pünktliche Fertigstellung. Zu den Kosten von etwa sechs Millionen Euro kämen noch die Anbindung an das bereits vorhandene Netz sowie das Verlegen neuer Kabel hinzu.

Für den übrigen Stadtbedarf seien mittelfristig keine Investitionen in ähnlicher Größenordnung geplant. „Es kann natürlich sein, dass in den nächsten Jahren in bestimmten Bereichen ein Bedarf entsteht“, so der Sachgebietsleiter der Stromversorgung. Auch wären die Stadtwerke immer an der Verwendung alternativer Energien, wie Solarenergie, interessiert. „Ein Netz hat immer nur bestimmte Kapazitäten“, resümiert Karsten Götz.

Von Mike Höpfner

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