„Wären abgestorben“

Stadt verteidigt das Fällen der Stendaler Marktbäume

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Einer der sieben Stümpfe, die vom Fall der Marktbäume zeugen. Laut Stadt sind diese nicht zu retten gewesen.

Stendal. Die sieben Kugelrobinien auf dem Markplatz sind nach Ansicht der Stadt nicht zu retten gewesen. Auch hätten die Bäume nicht versetzt und anderswo weiterwachsen können. In einigen Wochen soll das Areal saniert und neu gestaltet werden.

„Bei den Bauarbeiten wäre es zum Eingriff in den Wurzelbereich gekommen. In Folge einer Schädigung an den Wurzeln wären die Bäume abgestorben. Durch den notwendigen hohen Aufwand wurde von einer Umsetzung der Bäume auf dem Marktplatz abgesehen“, erklärt Stadtsprecher Klaus Ortmann auf Nachfrage der AZ. Unter Händlern und Kunden des Wochenmarktes, der regelmäßig vor dem Rathaus stattfindet, aber nun erst einmal umziehen muss, war es zu Diskussionen gekommen, warum die einzigen Schattenspender weit und breit vor einigen Tagen unbedingt der Motorsäge zum Opfern fallen mussten.

Die ersten Kugelrobinien wurden dort 1989 gepflanzt. Zwischen 1995 und 2010 mussten immer wieder einzelne Bäume ausgewechselt werden. Ortmann: „Grund dafür waren unter anderem Pilzbefall, zu humushaltiger Boden, Bodenverdichtung sowie Trockenstress in den Sommermonaten.“ Die Diskussion, wo neue Bäume gepflanzt werden, ist mittlerweile beendet. Es sollen für die Zukunft fünf Hainbuchen gesetzt werden. Und zwar wieder am Rand des Marktes und nicht, wie zwischenzeitlich auch erwogen wurde, weiter hinten auf dem Bürgersteig.

In den nächsten Wochen haben Archäologen auf dem Stendaler Marktplatz das Sagen. Die eigentlichen Bauarbeiten sollen im Juni beginnen.

Von Marco Hertzfeld

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