Vierbeiner kostet 2017 zehn Euro mehr

Stadt Tangerhütte dreht an Steuerschraube für Hunde

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Für „Benji“, eine Mischung aus Setter und Border Collie, und weitere Hunde in der Einheitsgemeinde ist ab 2017 eine höhere Steuer fällig. Das schlägt zumindest die Stadtverwaltung vor.

Tangerhütte. Hundebesitzer in der Einheitsgemeinde Tangerhütte müssen im nächsten Jahr tiefer in die Tasche greifen. Das Rathaus will die Steuer erhöhen. Für das erste Tier sollen jährlich 50 Euro bezahlt werden, bislang sind es 40 Euro.

Wer mehr als einen Vierbeiner daheim hat, muss ebenfalls jeweils zehn Euro draufpacken. Für den zweiten Hund sind demnach ab Januar 70 Euro fällig, für den dritten und jeden weiteren Hund 90 Euro. Das Papier aus der Kämmerei kommt am Mittwochabend im Hauptausschuss auf den Tisch. Das letzte Wort hat anschließend der Stadtrat.

Die chronisch finanzschwache Gemeinde erhofft sich zusätzliche Einnahmen in Höhe von 9900 Euro und einen Gesamtertrag von 64 100 Euro. Da sich die Kommune in der Konsolidierung befindet, müssen eigene Geldquellen möglichst ausgeschöpft sein, so will es die Kommunalaufsicht. Zum Vergleich: Laut der Verwaltung zahlen Herrchen und Frauchen in Stendal für den ersten Hund 60 Euro, in Wolmirstedt 50 Euro, in Genthin 48 Euro und in Schönebeck/Elbe 46 Euro.

Zudem sollen künftig alle sogenannten Kampfhunde gleich besteuert werden, egal ob nun neu angemeldet oder nicht. Auch das habe die Aufsichtsbehörde moniert, heißt es aus der Tangerhütter Kämmerei. Die Steuersätze für als gefährlich eingestufte Rassen wie Bullterrier und Pitbull-Terrier sollen offenkundig unverändert bleiben. Das erste Tier im Haushalt kostet jährlich 300 Euro, das zweite 350 Euro und jedes weitere 400 Euro.

Von Marco Hertzfeld

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