Nach sonniger Bilanz will Tangermünde für Burgfest 2017 noch Schippe drauflegen

Stadt denkt bereits ans Jubiläum

Die Majestäten reiten in Tangermünde ein – und das Volk huldigt ihnen wie gewohnt. Foto: Krach

Tangermünde. „Ob das 30. Burgfest 2017 nun größer wird oder nicht, werden wir sehen.

Ob wir für das Jubiläum noch mehr in die Qualität gehen oder lieber in die Masse, das ist doch ein schönes Thema für die politischen Gremien“, weiß Tangermündes Bürgermeister Jürgen Pyrdok (parteilos). Für die 30. Auflage des über die Grenzen der Altmark hinaus bekannten Stelldicheins wollen die Elbestädter noch eine Schippe drauflegen. „Wir wollen das Niveau von 2016 zumindest halten. “ Doch erst einmal stehe noch die „Manöverkritik“ zum vergangenen Wochenende an. Seitdem beim alljährlichen Burgfest kein Eintritt mehr gezahlt werden muss, tun sich die Organisatoren mit belastbaren Besucherzahlen schwer. „Wir zählen ja nicht. Gefühlt waren bestimmt 20 000 Menschen bei uns. “.

Die Konkurrenz war nicht gerade unerheblich. „Mit einer solchen Resonanz haben wir nicht unbedingt rechnen können.“ Wer sich auch gern einmal weiter weg amüsieren wolle, hätte am Wochenende durchaus auch zum Sachsen-Anhalt-Tag in Sangerhausen (Landkreises Mansfeld-Südharz) oder beispielsweise auch zur großen 800-Jahr-Feier im brandenburgischen Rathenow fahren können. „Ich für meinen Teil habe in freundliche und zufriedene Gesichter geschaut. Selbst die Menschen aus dem Magdeburger Raum haben uns die Treue gehalten und kamen in großer Anzahl“, berichtet der Bürgermeister gegenüber der AZ zufrieden.

Für das 29. Burgfest sind Ausgaben in Höhe von circa 67 000 Euro eingeplant. Was das Fest die Tangermünder letztendlich kostet, wird sich naturgemäß erst dann zeigen, wenn auch die letzte Rechnung auf dem Weg ist. Ein Teil des Zaubers in der Kaiser- und Hansestadt ist übrigens seit einiger Zeit privatisiert. Pyrdok: „Der Besucher merkt davon nichts, es sieht aus wie aus einem Guss. Und so soll es auch sein.“ Schausteller Lothar Welte aus Rostock und Wolfgang Liebisch, ein Veranstalter aus Stendal, haben mit der Einheitsgemeinde einen Vertrag.

Von Marco Hertzfeld

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