Kreissportbund organisiert Begegnungssportfest „Fit & Fair 2016“ an der Haferbreite

Sprache wird zur Nebensache

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Der Syrer Ghith Allaeddin gibt beim Wettkampf im Bankdrücken alles. Letztlich reichten 65 Kilogramm für den dritten Platz. Unterstützung erhält er vom ehemaligen Weltmeister im Kreuzheben, Matthias Hörning.

Stendal. „Der Erstplatzierte hat 82,5 Kilogramm geschafft“, so lautet das Fazit von Matthias Hörning anlässlich des Bankdrücken-Wettbewerbs beim Begegnungssportfest „Fit & Fair 2016“ an der Haferbreite.

Stendal. „Der Erstplatzierte hat 82,5 Kilogramm geschafft“, so lautet das Fazit von Matthias Hörning anlässlich des Bankdrücken-Wettbewerbs beim Begegnungssportfest „Fit & Fair 2016“ an der Haferbreite. Organisiert vom Kreissportbund präsentierten sich am Samstag viele Vereine aus der Region an dem Sportkomplex an der Haferbreite, um ihr Angebot vorzustellen. Hörning ist Kraftsportler beim ESV Lok Stendal und war 2012 Weltmeister im Kreuzheben. Die Veranstaltung war Teil des Programms „Integration durch Sport“.

Das Fußballturnier im sogenannten „Soccer-Court“ erfreute sich am Samstag großer Beliebtheit.

„Welche Sprachen die Teilnehmer sprechen, ist beim Sport eher unwichtig“, so Kati Schatte, Geschäftsführerin des Kreissportbundes, „es geht darum, dass alle Teilnehmer Sportarten ausprobieren können.“ Die „Fit & Fair 2016“ war vor allem ein Aktionstag für Toleranz und Vielfalt. Neben den Kraftsportlern waren auch der Behinderten-, Rehabilitations- und Seniorensportverein, die Handballer des HV Lok Stendal und zahlreiche weitere Vereine vertreten. Unter den Sportarten, die ausprobiert werden konnten, waren Sitzball, Badminton, Kegeln, Crosslauf, Bosseln oder die russische Mannschaftsportart Gorodki. Bei letztgenannter geht es darum, fünf Holzklötze, die zu bestimmten Figuren aufgestellt sind, mit einem Wurfstock von ihrem Platz zu schlagen. Auch Ponyreiten war am Samstag eine Möglichkeit, sich sportlich zu betätigen.

Das Fußballturnier im sogenannten „Soccer-Court“ erfreute sich am Samstag großer Beliebtheit.

Es ist bereits das zweite Turnier dieser Art in Stendal. „Wir haben das im vorigen Jahr bereits einmal auf die Beine gestellt“, so Schatte. Die meisten Teilnehmer würden vom Fußballturnier in einer Art Käfig, dem sogenannten „Soccer Court“ angezogen. Mehrere Teams fochten dort bis in den Nachmittag hinein ein Turnier aus. Ein Spielmobil war vor Ort und hatte eine Hüpfburg, ein Regenbogenfahrrad und ein Einrad im Gepäck. Die Spiele und die Begegnung verschiedener Kulturen standen im Vordergrund. „Wir sind heute nur zum Aushelfen da. Also wir schneiden Melonen, geben Tee aus und solche Dinge. Aber das ist kein Problem, das machen wir gerne“, so Kati Schatte. Ob es auch im kommenden Jahr eine „Fit & Fair“ geben wird, steht zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest.

Von Mike Höpfner

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