Neues Projekt in Sachsen-Anhalt / Stendaler Verein macht mit / Bisher kaum Angebote

Sportgruppen für Krebskranke

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Engagiert für das Projekt „Aktiv mit Krebs“: Vertreter von Reha-Sportvereinen, der Krebsgesellschaft und von Kliniken sowie Übungsleiter aus zwölf Vereinen.

mei Stendal. Im Land Sachsen-Anhalt wurde das neue Rehabilitationssport-Projekt „Aktiv mit Krebs“ gestartet. Zu den zwölf Vereinen, die über einen Zeitraum von zwei Jahren mit im Boot sind, gehört auch der Stendaler Verein Reha Vital + Gesund Sachsen-Anhalt.

Kooperationspartner ist die Sachsen-Anhaltische Krebsgesellschaft (SAKG). Das Ziel ist es, speziell für Menschen mit Krebs Rehabilitations-Sportgruppen aufzubauen. Im Rahmen des Projektes erhalten die Übungsleiter spezifische Fortbildungen und bekommen einen Einblick in verschiedene Reha-Kliniken des Landes. Auf der Basis der erworbenen Kenntnisse durch Arzt- und Therapeutenvorträge, Klinikbesuche, Hospitationen und Kommunikationsschulungen ist es das Ziel der Vereine, eigenständige Reha-Sportgruppen für Menschen mit Krebserkrankungen, z. B. Brust- oder Prostatakrebs, aufzubauen und nachhaltige Rehasportangebote in der Krebsnachsorge anzubieten. Der Projektauftakt erfolgte zum Wochenbeginn in Halle.

Sport fördert die Regeneration und Heilung bei Krebs. Im Vergleich zu Rehabilitations-Sportgruppen bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder orthopädischen Leiden ist die Zahl der Krebs-Sportgruppen in Sachsen-Anhalt noch sehr klein. Die Angebote decken bei Weitem nicht die Nachfrage. Das soll sich nun ändern.

Die Wirkungen von Sport bei Krebspatienten wurden in letzter Zeit vermehrt in klinischen Studien untersucht. Dabei hat sich gezeigt, dass körperliche Aktivität messbar die Nebenwirkungen einer Chemo- oder antihormonellen Therapie reduzieren kann. Außerdem steigern sich Leistungsfähigkeit und Selbstbewusstsein – was die Lebensqualität enorm verbessern kann. Doch nicht nur das: Körperliche Aktivität hat auch direkte Einflüsse auf die Entstehung von Krebs und den Verlauf einer Krebserkrankung.

Der griechische Arzt Hippokrates wusste schon vor 2500 Jahren: „Wenn wir jedem Individuum das richtige Maß an Nahrung und Bewegung zukommen lassen könnten, hätten wir den sichersten Weg zur Gesundung gefunden.“

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