Minister-Versprechen wird in Goldbeck drei Jahre verspätet eingelöst

„Soll auf Zugreisende einen besseren Eindruck machen“

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135 Jahre nach seinem Wiederaufbau in Goldbeck wird das aus Salzwedel stammende Bahnhofsempfangsgebäude seit Mittwoch von einem Spezialbetrieb mit aller Sorgfalt direkt an den Gleisen des Uchtedorfs abgerissen.

Goldbeck. „Ich wünsche mir, dass Goldbeck künftig auf alle Zugreisenden einen besseren Eindruck macht. “ Torsten Dobberkau nimmt den Abriss des baufälligen Empfangsgebäudes anno 1880 seit Mittwoch „mit einem lachenden und einem weinenden Auge“ zur Kenntnis.

Denn im Umfeld des maroden Mehrstockhauses, das von Bahnverantwortlichen vor 135 Jahren aus Salzwedel nach Goldbeck umgesiedelt wurde, gibt es noch ein halbes Dutzend weiterer Altbauten, die alles andere als einen schönen Anblick bieten. Doch die Immobilien befänden sich nicht im Eigentum der Gemeinde Goldbeck, seien teils bewohnt oder stehen unter Denkmalschutz, berichtet der Bürgermeister der AZ.

Auf den Einzug des Abrissbaggers wartet das Uchtedorf indes schon seit November 2011. Damals gab Verkehrsminister Thomas Webel (CDU) ein Rückbau-Versprechen, als die für eine Million Euro neugestaltete Bahnstation Goldbeck feierlich eröffnet wurde. Auch Freitagvormittag knabbert das gelb-orange Hydraulikgerät auf Ketten die Substanz des Abrissobjekts zu Boden. Dabei beweist der „Abbruchpilot“ in der Kabine des Raupenbaggers Fingerspitzengefühl mit voller Kraft. [...]

Von Antje Mahrhold

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