Touristenmagnet Fürsten-Denkmal: Bronze-Statue in Werben soll 2020 wiedererrichtet werden

Siegesallee-Trio in Werben komplett

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Kurfürst Friedrich I. am Kapitelturm auf dem Tangermünder Burgberg wird von Kaiserstadt-Gästen bestaunt. In fünf Jahren sollen Geschichtsfans auch in Werben auf ihre Kosten kommen.

Werben/Tangermünde. „Oh, der sieht aber noch gut aus“, entzückt sich eine Touristin aus dem Ruhrgebiet Dienstagfrüh am Bronze-Star neben dem Kapitelturm. Mit dem Denkmal Friedrich I. – das die „dankbare Stadt Tangermünde“ 1912 zum 500.

 Jahrestag des Einzugs des ersten Hohenzollern-Fürsten in der Stadt errichtet hat – wollen Geschichtsfans ab 2020 Kaiserstadtgäste nach Werben locken.

Denn bevor der Kurfürst in die Stadt, in der der Tanger in die Elbe mündet, eingezogen ist, sorgte Askanier-Kollege Albrecht der Bär knapp 50 Kilometer flussabwärts in Werben für Furore. Zum 850. Todestag des Markgrafen, der den Deichbau in die Region brachte, soll die weltkleinste Hansestadt wieder ihr Bär-Denkmal haben – auf das sie schon seit fast 100 Jahren verzichten muss. Errichtet im Jahr 1909 war die Bronze-Statue bereits 1917 ursprünglich zur Munitionsbeschaffung abtransportiert worden. Eingeschmolzen sei sie nicht, aber gilt inzwischen als verschollen, haben die Aktiven vom Altmärkischen Heimatbund und Werbener Arbeitskreis „Albrecht der Bär“ recherchiert.

Die Denkmal-Kümmerer-Riege um Heimatbund-Chef Norbert Lazay, Arbeitskreis-Verantwortlicher Michael Schnelle, Historiker Uwe Lenz und Ernst-Jürgen Menke rühren nach dem Publikumserfolg der Fachtagungspremiere im April 2014 weiter die Werbetrommel für die Neuerschaffung der Werbener Fürsten-Statue. „Mit dem Albrecht der Bär-Denkmal und den Bronzestatuen für Kaiser Karl und Kurfürst Friedrich hätten wir alle drei Denkmäler aus der Berliner Siegesallee in der Altmark“, begründet Lazay.

Von Antje Mahrhold

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