Ausschuss für gemeinsamen Standort von Winckelmann- und Hildebrand-Gymnasium

Stendaler Schul-Fusion ist umstritten

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Das Stendaler Hildebrand-Gymnasium.

Stendal. Die erste Runde hat der Vorschlag, dass das Hildebrand- und das Winckelmann-Gymnasium fusionieren sollen, genommen: Der Schulausschuss des Kreises hat der Vorlage dazu nach einer ersten Beratung zugestimmt. Aber das Projekt ist umstritten.

Zu dem Vorschlag kam es, weil es Fördermittel für die bauliche Sanierung der Standorte geben könnte – aus einem EU-Programm. Dafür müsste aber pro Schule eine stabile Schülerzahl mit 50 Kindern pro Jahrgang nachgewiesen werden. Das Hildebrand-Gymnasium kann das nicht gesichert stemmen, erklärte Dr. Ulrike Bergmann vom Schulverwaltungsamt nachdrücklich. Und die Schülerzahl sei das maßgebliche Kriterium für diese „Stark III“-Förderung. Also müssten, so der Verschlag der Verwaltung, die Gymnasien fusionieren.

Vor allem Horst Janas (Linke) war dagegen. Er schlug vor, mit dem Antrag für ein späteres Jahr zu warten – dann gäben die Schülerzahlen womöglich mehr her. Ausschuss-Chef Dr. Henning Richter-Mendau (CDU) warnte vor Verzögerung: Gerade das Hildebrand-Gymnasium sei bereits baulich in einem „desaströsen Zustand“. Peter Zimmermann (Linke) schlug unter anderem eine Verschiebung der Schulbezirke vor, um so die Schülerzahlen des Hildebrand-Gymnasiums zu stabilisieren. Und Ray Woitek vom Landeselternbeirat und beratendes Mitglied des Gremiums beklagte die mangelnde Einbeziehung der Eltern. Letztlich wurde der Vorschlag aber dem Kreistag mehrheitlich empfohlen.

Von Kai Hasse

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