23,7 Prozent aller Abgänger erreichen Abitur

Daten der Bildungsstatistik: 101 Schüler im Kreis Stendal ohne Abschluss

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(Symbolfoto)

xp/sus Stendal. Während der neue Jahrgang in diesen Tagen glücklich ist, das Leben vor sich zu haben, haben Bildungsstatistiker die Daten für 2013 ausgewertet und damit aktuelle Zahlen fürs Bildungsgeschehen vorgelegt:

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Von einer Abiturientenschwemme kann zumindest im Landkreis Stendal nicht die Rede sein. Die meisten Schüler an den allgemein bildenden Schulen der Ostaltmark beendeten im Sommer 2013 ihre Schulzeit mit dem Realschulabschluss in der Tasche. Insgesamt 476 erreichten die Mittlere Reife, das waren 54,6 Prozent aller 871 Schulabgänger.

 Bundesweit schlossen die meisten Schüler mit der mittleren Reife ab – insgesamt 377 400 oder rund 42 Prozent aller Schulabgänger, verrät die Statistik.

Aber einen Trend zu möglichst guter Bildung gibt es: Mehr als jeder dritte Schulabgänger (36 Prozent) im Bund hat inzwischen bereits das Abitur in der Tasche. Knappe anderthalb Jahrzehnte zuvor – im Jahr 2000 – lag der Abiturienten-Anteil im Bundesgebiet noch bei rund 25 Prozent, also bei einem Viertel. Während immer mehr Schüler nach höheren Schulabschlüssen streben, verliert der Hauptschulabschluss mehr und mehr an Beliebtheit und Bedeutung: So schrumpfte die Abgängerzahl von Schülern mit Hauptschulabschluss im selben Zeitraum von damals 25 Prozent auf mittlerweile rund 17 Prozent.

Für den Kreis Stendal gilt im Vergleich dazu, dass hier 206, also rund 23,7 Prozent aller Schulabgänger, die allgemeine Hochschulreife (ohne Fachabitur) erlangten. Die „Frauen-Quote“ lag hier bei 57,3 Prozent. Die Schulstatistik wertet dabei für den Landkreis den Bildungserfolg von insgesamt 871 Schulabgängern von allgemein bildenden Schulen (ohne berufliche Schulen) aus. Erfasst werden Hauptschule, Realschule und Gymnasien. 101 dieser Schüler (11,6 Prozent) beendeten ihre Schulzeit laut Statistik ohne einen Abschluss erhalten zu haben.

In dieser Summe enthalten sind allerdings auch Förderschüler, die nie einen Hauptschulabschluss anstreben konnten. Ihren Hauptschulabschluss bestanden, haben dabei 88 Schüler. Umgerechnet also 10,1 Prozent aller Absolventen. 48 Hauptschul-Absolventen waren in dieser Rechnung männlich (54,5 Prozent).

Runde 55 Prozent der Schulabgänger erreichten im Schnitt die mittlere Reife. Unter diesen 476 erfolgreichen Realschülern waren 248 weibliche Absolventinnen (52,1 Prozent.) Nicht alle Mädels oder Jungs kehrten im Sommer 2013 der Schulbank endgültig den Rücken. Viele wechselten anschließend an berufliche Schulen und holen nun dort ihren Abschluss nach oder wollen sich bis zur Hochschulreife hocharbeiten.

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