Robert-Koch-Institut meldet altmarkweit steigende Zahlen / Impfquote sinkt Jahr für Jahr

Schon 621 Grippe-Fälle

+
In diesem Jahr sind altmarkweit bereits 621 Menschen an der Influenza erkrankt. Grippeschutz wird empfohlen.

mei Altmark. Die Zahl der meldepflichtigen Grippefälle (Influenza) hat sich altmarkweit dramatisch erhöht.

Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) wurden in diesem Jahr im Landkreis Stendal bereits 399 und im Altmarkkreis Salzwedel 232 bestätigte Erkrankungen registriert.

Im vergangenen Jahr gab es in der Ostaltmark 456 und in der Westaltmark 97 Fälle, im Jahr 2014 nur 24 bzw. gar keine Influenza. Für ganz Sachsen-Anhalt meldet das RKI für 2016 bisher 6556 Grippe-Erkrankungen, davon allein 1305 in Halle. Die wenigsten Fälle gab es im Landkreis Mansfeld-Südharz (182) und im Harz (220). Zwischen 2001 und 2006 glänzen beide Altmarkkreise mit 0 bis maximal sechs Influenza-Erkrankungen pro Jahr. 2009 stiegen die Zahlen ac hoc auf 210 (Landkreis Stendal) bzw. 130 (Altmarkkreis Salzwedel) an. Danach blieben die Fälle bis auf 2013, 2015 und 2016 im ein- bis zweistelligen Bereich.

Die Krankenkassen raten jetzt, zu Beginn des Herbstes, dringend zur Grippeschutzimpfung. Denn gerade jetzt steige auch wieder die Verbreitung von Viren der Influenza-Grippe. Thomas Nawrath, Landessprecher der Barmer GEK, führt die hohen Grippe-Zahlen dieses Jahres auf fehlenden Grippeschutz zurück.

Selbst bei älteren Menschen sinke der Impfstatus seit Jahren. Das sei besorgniserregend. Bei den Über-60-Jährigen ging die Impfquote bundesweit auf 37 Prozent zurück. Hier steht Sachsen-Anhalt mit 57 Prozent noch am besten da. Die Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation WHO liegt allerdings bei 75 Prozent. Die Grippe hat deutschlandweit im Jahr 2015 etwa 21 000 Todesopfer gefordert. „Der kleine Pieks kann also wirklich Leben retten“, appelliert Nawrath.

Kommentare