Rund um Arneburg bieten nun zwei Unternehmen schnelle Downloadgeschwindigkeiten an

Für schnelles Internet: „Jetzt wird hier losgegraben“

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Dienstkleidung ist ja vielerorts Vorschrift, aber pinkfarbene Baustellenhelme sind selten: Telekom-Regiomanager Andreas Meyer setzt in Sanne den Spatenstich, weil die Telekom rund um Arneburg das Internet aufrüstet und 36 Kilometer Glaskabel verlegt.

Arneburg-Goldbeck/Stendal. Sein Hochqualitätsgerät aus dem Hause einer Herdecker Traditionsfirma lässt Andreas Meyer vorerst weiter griffbereit im Kofferraum seines Dienstwagens liegen.

„Jetzt wird losgegraben“, lautet die Mission des Telekom-Regiomanagers für den Landkreis Stendal nach Turbointernet-Startterminen vor wenigen Tagen im Raum Tangermünde und Seehausen. Auch im Hasseler Ortsteil Sanne setzt der Mann aus Stendals Ortsteil Buchholz am Freitag seinen Idealspaten in Szene, als Meyers Arbeitgeber öffentlichkeitswirksam symbolischen Erstkontakt mit dem Erdreich vor dem grauen Schaltkasten an der Sanner Dorfstraße zelebriert. Die Strippenzieher von der Kabelfront applaudieren, und auch Saban Soysal, der Betriebsleiter des beauftragten Tiefbauunternehmens aus Berlin-Treptow, strahlt im ostaltmärkischen Niesellandregen.

Dass die Telekom nun 36 Kilometer Glasfaser verlegen und 24 Multifunktionsgehäuse neu aufstellen will, um das Netz rund um Arneburg tempoerhöhend auszubauen, obwohl der Zweckverband Altmark (ZBA) vor zehn Tagen angekündigt hat, im Juli in der Gegend ebenfalls Glasfaser in den Boden zu bringen, sei bereits seit Langem geplant. „Das hat die Telekom immer so erklärt“, erklärt der Regiomanager der AZ. Zu dem Geschäftsgebaren des „Mitbewerbers“ vom ZBA äußere sich das Unternehmen ansonsten aber bewusst nicht. Dennoch wisse Meyer um die Verwirrung potenzieller Kunden, die verunsichert seien, weil rund um Arneburg und anderswo in der Region zeitgleich zwei Glasfaser-Anbieter um Verträge buhlen.

Die Telekom will jedenfalls bis zum ersten Quartal 2017 auf dem Gebiet der Verbandsgemeinde Arneburg-Goldbeck immerhin 1400 Haushalte durch VDSL-Technik mit Downloadgeschwindigkeiten von bis zu 50 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) versorgen. Profitieren können laut Meyer folgende Orte: Arneburg, Beelitz, Dalchau, Hassel, Sanne, Wischer Iden, Busch, Büttnershof, Germerslage, Kannenberg, Rohrbeck und Sandauerholz, Behrendorf und Giesenslage sowie Storkau. „Je näher die Glasfaserleitung an die Teilnehmeranschlüsse heranreicht, desto höher ist das Tempo“, erklärt Meyer. „Wer profitieren will, muss aber selber aktiv werden und seinen Vertrag erweitern oder einen Neuvertrag schließen.“

An vier Stellen gleichzeitig will der ZBA in zirka vier Wochen loslegen. Zum ersten Ausbaugebiet gehören die folgenden Orte: Altenzaun, Arneburg, Beelitz, Chausseehaus Hassel, Dalchau, Groß Ellingen, Hohenberg-Krusemark, Kamern, Neukamern, Hohenkamern, Klein Ellingen, Lindtorf, Rindtorf, Sandau, Sanne, Schwarzholz, Storkau, Wischer und Wulkau. Versprochen werden Surfgeschwindigkeiten von bis zu 1000 Mbit/s.

Meyers Buddelgerät namens „Idealspaten“ sieht schon am Mittwoch, 22. Juni, dem nächsten Auftritt entgegen. Dann soll Stendals Oberbürgermeister Klaus Schmotz dabei sein, wenn für das Turbo-Internet in der Kreisstadt erneut historisch bedeutsam ein Stück ostaltmärkischen Boden angepiekst wird.

Von Antje Mahrhold

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