Christdemokrat holte gestern 50,2 Prozent / CDU dominiert weiter den Stendaler Stadtrat

Schmotz bleibt Oberbürgermeister

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Klaus Schmotz (r.) kann seine dritte Amtszeit als Oberbürgermeister von Stendal antreten. Neben Hardy Peter Güssau (Landtagsmitglied und CDU-Fraktionsvorsitzender im Stadtrat) gratulierte am Abend per Telefon auch Ministerpräsident Reiner Haseloff.

Stendal. Mindestens 50 Prozent der gültigen Stimmen brauchte er – 50,2 Prozent hat er bekommen. Damit bleibt Klaus Schmotz (CDU) Oberbürgermeister der Hanse- und Rolandstadt Stendal und kann nach 14 Jahren seine dritte Amtszeit antreten.

Mitbewerberin Katrin Kunert, das Zugpferd der Linken, holte 34,2 Prozent der Stimmen, Reiner Instenberg (SPD) kam auf 15,6 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 31,5 Prozent. Hätte Schmotz die 50-Prozent-Hürde bei der gestrigen Wahl nicht genommen, wäre der 63-Jährige am 5. Juli mit Katrin Kunert in eine Stichwahl gegangen.

Das vorläufige Wahlergebnis stand gestern um 19.22 Uhr fest. Bis zum Schluss musste Schmotz bangen, das Rennen im ersten Wahlgang zu machen, denn nachdem 36 der 39 Wahlbezirke ausgezählt waren (19.06 Uhr), lag er bei glatten 50,0 Prozent. Das hätte für einen Sieg im ersten Wahlgang nicht gereicht.

Von den 33 762 Wahlberechtigten hatten gestern 10 650 Stendaler ihre Stimme abgegeben. Es gab 147 ungültige Stimmen.

„Ich hatte ein gutes Gefühl und habe vermutet, dass es so kommt“, sagte Schmotz, nachdem das Wahlergebnis feststand. Er freue sich auf seine dritte Amtszeit, weil er mit Stendal verwurzelt sei und „sehe, wie hier angepackt wird“. Sekt im Büro gebe es am Montag nicht, schließlich hätte die Verwaltung am Abend lange gearbeitet. Er selbst feierte gestern noch im Kreise seiner Familie. Seine Wahl im Jahr 2008 hatte er übrigens mit 68,4 Prozent gegen die Mitbewerber Reinhard Weis (SPD) und Mario Blasche (Linke) gewonnen. Sein bestes Ergebnis fuhr Schmotz gestern mit 75,2 Prozent im Ortsteil Staffelde ein.

Für Reiner Instenberg (SPD) „war der Drops mit der Kandidatur von Katrin Kunert gelutscht“, wie er gestern gegenüber der AZ sagte. Er arbeite gern als Projektleiter bei Nord-Methan und werde dies jetzt weiter tun.

Katrin Kunert zeigte sich gestern als faire Verliererin. Die Bundestagsabgeordnete der Linken hatte im Wahlkampf auf einen Neuanfang gesetzt und damit gehofft, genügend Wähler mobilisieren zu können. Sie holte in Stadtsee (Gagarin-Grundschule) mit 54,3 Prozent ihr bestes Ergebnis. Schmotz landete dort nur bei 26 Prozent. In Stadtsee gingen gestern die Wenigsten zur Wahl (14 bis 15 Prozent).

Auch Stendals neuer Stadtrat wird weiter von der CDU dominiert (36,5 Prozent nach 38 ausgezählten von 39 Stimmbezirken).

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