Deutsche und Algerier sollen Syrer mit gefälschten Dokumenten versorgt haben

Der Schleuserbande auf der Spur

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Immer wieder werden Flüchtlinge nach Europa geschleust. Aktuell ist die Polizei einer algerisch-deutschen Schleuserbande auf der Spur.

mei Leipzig. Die Polizei ist einer algerisch-deutschen Schleuserbande auf die Spur gekommen, die schleusungswillige Syrer mit gefälschten Dokumenten versorgt haben soll.

Den bisherigen Ermittlungen zufolge soll ein in Athen lebender, 31-jähriger Algerier die Schleusungswilligen mit ge- und verfälschten Grenzübertrittspapieren ausgestattet haben. Zwei weitere Beschuldigte aus Leipzig – ein 27-jähriger Algerier und eine 40-jährige Deutsche – sollen den Kontakt zwischen schleusungswilligen Personen und dem Beschuldigten in Athen hergestellt haben. Darüber hinaus besteht nach Angaben der Bundespolizei der Verdacht, dass sie am Transfer des Schleuserlohns mitgewirkt haben.

Für das Beschaffen der Dokumente und die Organisation der Reise sollen 2000 bis 4000 Euro gefordert worden sein. Aktuell geht die Staatsanwaltschaft von 20 Personen aus, die durch die Schleuserbande mit falschen Dokumenten versorgt wurden.

Gestern haben Einsatzkräfte der Bundespolizei die Wohnung der in Leipzig lebenden Beschuldigten durchsucht. Beide sind miteinander verheiratet. Bei der Durchsuchung wurde umfangreiches Beweismaterial beschlagnahmt.

Der algerische Hauptbeschuldigte war bereits am 19. September auf dem Flughafen Paris-Charles-de-Gaulle festgenommen worden. Gegen den 31-Jährigen war im Vorfeld ein europäischer Haftbefehl erwirkt worden. Die Bundespolizei rechnet damit, dass der Algerier in Kürze durch die französischen Behörden überstellt wird.

Die Ermittlungen führt die Bundespolizeiinspektion Kriminalitätsbekämpfung Halle im Auftrag der Staatsanwaltschaft Landshut.

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