14 Flüchtlingskinder Thema bei Einschulung / Verbandsgemeinde-Chef verspricht Unterstützung

„Schaffen beste Voraussetzungen“

Mit Kreide kreist Emma ihren Vornamen auf der Tafel ein. Das Mädchen wird von Anja Teeger unterrichtet.

Arneburg. Die Ankunft von wahrscheinlich 14 Flüchtlingskindern in der Grundschule Arneburg war Thema, als die Lehrstätte der Elbestadt am Samstag in der Stadthalle zum Einschulungsfest einlud.

Arneburg-Goldbecks Verbandsgemeinde-Chef Eike Trumpf (CDU) sicherte den Gästen im vollen Saal zu, dass die Verbandsgemeinde als Träger der Bildungsstätte „beste Voraussetzungen für ein entsprechendes Lernumfeld schaffen“ werde. Bis wahrscheinlich Mitte September werden aller Voraussicht nach 14 Mädchen und Jungen aus Migrantenfamilien aus der Stendaler Flüchtlingsgemeinschaftsunterkunft mit dem Bus nach Arneburg gefahren, um im Lehrgebäude an der Elbstraße als allererstes Deutsch zu erlernen. Trumpf bezeichnete die neue Situation als „besondere Herausforderung“.

Direktorin Susanne Schulze begrüßte Eltern, Großeltern und Gäste. Es folgte ein halbstündiges Programm aus Gesang, Tanz, Sketch und Flötenspiel, das drei Lehrerinnen mit den Mädchen und Jungen der Klassen 2 bis 4 einstudiert hatten. Dabei kam es zu Tonstörungen beim Verwenden der Headsets und Funkmikrofone, die vermutlich durch die zahlreichen Handys der Gäste verursacht wurden.

Schulleiterin Schulze überreichte den Klassenlehrerinnen Anja Teeger und Haike Vogler Blumen und verlas die Namen aller 23 Schüler der Klassen 1a und 1b, die auf die Bühne gerufen wurden. Zum Schluss bildeten die älteren Mitschüler ein Spalier. Die Abc-Schützen durchschritten das Spalier mit ihren Lehrerinnen, als sie sich aus der Stadthalle von der Bahnhofstraße zur Schule an der Elbstraße machten. Dort lernten die Erstklässler ihre Klassenzimmer kennen. Und dort durften die Mädchen und Jungen ihre Plätze einnehmen. Namensschilder auf den Schulbänken erleichterten den Abc-Schützen die Suche. Und dann folgte die erste Unterrichtsstunde, in der die neuen Schüler ihren Vornamen auf der Tafel mit bunter Kreide einkreisen durften. Auch wurden sie dazu animiert, Symbole zahlenmäßig einzuordnen. Erst danach erfolgte die Übergabe der heißbegehrten Zuckertüten. Anja Teeger und Haike Vogler überreichten die prallgefüllten Tüten, die die Eltern der Abc-Schützen zuvor im Klassenzimmer abgegeben hatten. Zum Schluss durften die Eltern ins Klassenzimmer ihrer Schützlinge, um dem Nachwuchs zu gratulieren.

Von Dieter Bandau

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