„Die Gehwege sind unzumutbar“ / 650 000 Euro Kosten / Baubeginn ab 2017

Die Sanierung der südlichen Wendstraße wird vorgezogen

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Die Wendstraße ist in dem Abschnitt von der Kreuzung Altes Dorf bis zur Einmündung am Nordwall in einem desolaten Zustand. Die Planung des grundhaften Ausbaus wurde dank Mitteln aus dem „Stark V“-Förderprogramm vorgezogen.

Stendal. „Die Gehwege sind momentan wirklich unzumutbar“, so beschreibt Stadtsprecher Klaus Ortmann den Zustand der südlichen Wendstraße. Damit ist der Bereich von der Kreuzung Altes Dorf bis zur Einmündung am Nordwall gemeint.

Doch nicht nur die Gehwege, sondern die ganze Straße soll auf dieser Länge instandgesetzt werden. Dies ist durch Fördermittel aus dem Programm „Stark V“ möglich, wie Ortmann auf AZ-Anfrage berichtet.

„Wir hatten für den grundhaften Ausbau bislang noch gar keine feste Jahreszahl eingeplant“, so der Stadtsprecher. Aber durch das Förderprogramm, welches der Rolandstadt über drei Millionen Euro zur Verfügung stellt, habe man die Baumaßnahme in das Investitionsprogramm aufgenommen. „Der Zustand der Wendstraße hat sich in den vergangenen Jahren immer weiter verschlechtert. Daher wurde das Bauvorhaben vorgezogen“, so Ortmann. Im Investitionsprogramm, ein Teil des städtischen Haushaltes, sind für die Arbeiten rund 650 000 Euro veranschlagt. Einen Baubeginn wird es jedoch nicht vor 2017 geben.

Ein Grund für den desolaten Zustand der Gehwege sind laut der Stadtverwaltung in erster Linie Baumwurzeln, die den Belag der Bürgersteige aufwerfen. An anderen Stellen senke sich das Pflaster oder es entstünden Dellen, über die Fußgänger möglicherweise stolpern können.

Es gebe auch andere Straßen, wie etwa die Ucht- oder die Mittelstraße, bei denen die Stadt einen dringenden Handlungsbedarf sehe. „Diese beiden Straßen sind sogar noch schlimmer. Aber sie werden nicht so stark frequentiert wie die Wendstraße.“ Nicht nur Fußgänger und Privatfahrzeuge sind dort vermehrt unterwegs. Auch Rettungswagen und Einsatzfahrzeuge müssen dort entlang, um zum Johanniter-Krankenhaus jenseits des Nordwalls zu gelangen.

Mit den veranschlagten 650 000 Euro soll sich der Abschnitt der Wendstraße nach den Bauarbeiten wieder komplett saniert präsentieren können. „Das sind Summen, die für solche Straßen einfach ausgegeben werden müssen“, sagt Ortmann. Der Bauabschnitt habe eine ähnliche Länge wie der geplante Ausbau der Haackestraße (AZ berichtete), und auch dort müssten ähnliche Beträge investiert werden.

Es gebe auch keine anderen Projekte, die durch diese vorgezogene Maßnahme zeitlich nach hinten verschoben werden müssten. „Davon ist mir nichts bekannt“, sagt der Stadtsprecher. Die Stadt habe eine überraschend große Summe aus dem Programm „Stark V“ erhalten, bereits im Haushalt veranschlagte Projekte seien davon nicht betroffen. „Und nach den Reparaturen ist die Wendstraße wieder gut für die nächsten 50 Jahre.“

Von Mike Höpfner

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