Sperlingsberg: In zwei Ämtern werden mögliche bauliche Umgestaltungen diskutiert

Runde Sitzbänke gegen Wildparker in Stendal

+
Die sieben Parkplätze auf dem Sperlingsberg sind heiß begehrt. Wildparker lassen sich meist nicht von Knöllchen abschrecken. Im Tiefbauamt gibt es daher Überlegungen, wie das Wildparken mit baulichen Umgestaltungen verhindert werden kann.

Stendal. Noch gibt es auf dem Sperlingsberg neun Parkplätze, davon zwei für Menschen mit Behinderungen. Das Wildparken bleibt jedoch ein Problem.

Wie die Parksituation auf dem Sperlingsberg künftig sein wird, entscheidet das Ergebnis einer Bürgerbefragung im Rahmen der Wiederholung der Stadtratswahl am 21. Juni. Dennoch gibt es bereits Vorschläge des Tiefbauamtes, wie das Wildparken in Zukunft verhindert werden kann.

„Die Verwaltung geht auch weiterhin davon aus, dass die sieben bestehenden Parkplätze erhalten bleiben“, sagte Stadtsprecher Klaus Ortmann auf AZ-Nachfrage, „aber im Rahmen des Parkkonzeptes Innenstadt hat das Tiefbauamt mehrere Varianten vorgestellt.“

Möglich seien geschwungene Bänke oder andere Sitzgelegenheiten. „Man könnte natürlich auch Poller nehmen, aber schöner sind natürlich Grünflächen oder Bänke“, informierte Ortmann im AZ-Gespräch. Mit der Variante des Tiefbauamtes wäre die Zufahrt zum Sperlingsberg von der Rathenower Straße oder vom Schadewachten weiterhin möglich. So könnten auch Einzelhändler in der Breiten Straße problemlos vom südlichen Ende der Einkaufsmeile beliefert werden.

„Auch das Planungsamt favorisiert die Alternative, das Wildparken durch bauliche Umgestaltungen zu verhindern und nicht den Sperlingsberg komplett zu sperren“, so der Pressesprecher. Es besteht jedoch die Chance, dass sich die Rolandstädter für ein generelles Parkverbot rund um die Sperlingsida entscheiden.

Auch eine komplette Sperrung ist laut Ortmann umsetzbar. „Dafür könnten etwa versenkbare Poller in den Boden eingesetzt werden. Aber das ist nicht der Plan der Verwaltung.“

Kurzzeitparkplätze gibt es auf dem Sperlingsberg seit einem Stadtratsbeschluss aus dem Jahr 2005. Dort heißt es, dass der Platz gebührenpflichtig bewirtschaftet werden soll, „bis an anderer Stelle ausreichend Parkmöglichkeiten geschaffen werden“. Für Klaus Ortmann steht fest: „Mit Knöllchen allein kriegen wir das Problem der Wildparker nicht in den Griff.“

Trotz der Überlegungen von Tiefbau- und Planungsamt bleibt die Situation vorerst, wie sie ist. „Erst, wenn die Wiederholung der Stadtratswahl und die Bürgerbefragung erledigt sind, geht es mit der Planung für den Sperlingsberg weiter“, stellt der Stadtsprecher klar.

Von Mike Höpfner

Mehr zum Thema

Kommentare