Trotz drei milder Winter in vorigen Jahren müssen Stadtwerke nicht in die eigene Tasche greifen

„Rückzahlungen sind kein Thema“

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Rückzahlungen seitens der Stadtwerke wird es aufgrund der vorangegangenen milden Winter nicht geben. Für Zahlungen im Bereich Heizkosten zeichnen die Stadtwerke laut Sprecher Rolf Gille nicht verantwortlich.

Stendal. „Rückzahlungen sind zurzeit kein Thema für uns“, so Rolf Gille, bei den Stendaler Stadtwerken für Öffentlichkeitsarbeit zuständig. „Es gibt immer mal wieder solche Informationen, wenn es um milde Winter geht“, so Gille.

Es würde auch generell durchaus Rückzahlungen geben, allerdings würden diese nicht die Stadtwerke betreffen. „Das sind insbesondere Zahlungen im Bereich der Heizkosten. “.

Der nächste Winter steht vor der Tür. „Wir haben jetzt drei relativ milde Winter hinter uns. Aber keiner weiß, wie die Temperaturen werden“, so der Stadtwerke-Sprecher im AZ-Gespräch. Den Grund für mangelnde Rückzahlungen erklärt Gille damit, dass die „Kunden ihren Verbrauch zahlen müssen“. „Das klingt zwar zunächst lapidar, aber wir erheben die Verbrauchszahlen zur Mitte eines jeden Monats.“ Diese Erhebung würde den „mutmaßlichen Verbrauch“ abdecken.

Allerdings hängt der Stromverbrauch laut Gille von vielen Faktoren wie der Größe der Wohnung oder deren Nutzung. „Wenn Kunden die Nächte vor dem Computer verbringen oder ein großes Aquarium besitzen, steigert das natürlich den Verbrauch“, weiß Rolf Gille.

Der Stromverbrauch macht laut Angaben der Verbraucherzentrale gut ein Drittel der Energiekosten eines Haushaltes aus. Einige Elektrogeräte verbrauchen auch dann Strom, wenn sie nicht genutzt werden. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale empfiehlt daher, öfter den Gerätestecker zu ziehen, wenn das Gerät nicht verwendet wird. Auch schaltbare Steckerleisten können den Verbrauch senken.

Bei der Waschmaschine soll die Waschtemperatur die wichtigste Stellscharaube sein. Bei normal verschmutzter Wäsche reichen 30 Grad Wassertemperatur aus, so die Energieberater. Auf eine kostenintensivere 60-Grad-Wäsche könne in den meisten Fällen verzichtet werden. Unschlagbar in Sachen Energiesparen ist in punkto Kleidung die Wäschleine. Wer auf seinen Trockner nicht verzichten will, der solle die Wäsche vorher mit mindestens 1400 Touren schleudern. Das verkürze die Zeit der Wäsche im Trockner und senke somit Stromkosten. An Elektrogeräten solle immer auch auf die Effizienzklasse geachtet werden.

Von Mike Höpfner

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