Zille in der Hängematte

Riesen-Graffito schmückt Giebel im Wohngebiet Stendal-Stadtsee

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Zille in der Hängematte, präsentiert von Henning von Katte von Lucke (2.v.l., Bürgerstiftung), Daniel Jircik (SWG) und den Künstlern von Strichcode.

dr/mei Stendal. Heinrich Zille (1858-1929), der berühmte Berliner Grafiker, Maler und Fotograf, liegt in Stendal in der Hängematte – verewigt auf dem Giebel eines Wohnblocks an der nach ihm benannten Straße im Wohngebiet Stadtsee.

Damit konnte die Stendaler Wohnungsbaugesellschaft (SWG), der größte Vermieter in der Altmark, ein weiteres Wand-Graffito präsentieren, nachdem bereits unter anderem der Giebel eines Elfgeschossers an der Stadtseeallee mit „King Kong“ und ein Block an der Röxer Straße mit der „Dame auf dem roten Sofa“ verschönert worden waren.

Bei Zille kooperierte die SWG mit der Altmärkischen Bürgerstiftung. Die Vermieter profitierten dabei von der Aktion „Bildung im Vorübergehen“, in deren Rahmen das Wand-Graffiti gut passt. Parallel erhielt die Zille-Straße noch eine Tafel, die über das Leben und Wirken des auch als Karikaturist erfolgreichen Künstlers aufklärt.

Das Graffito haben auch diesmal die Magdeburger Werbeagentur Pegasus und die Firma Strichcode entworfen und gesprüht. Der Wohnblock war in den vergangenen Jahren Schritt für Schritt saniert worden. Dieser Verschönerung wurde mit dem Bild nun das i-Tüpfelchen aufgesetzt.

Die Wohnungen an der Heinrich-Zille-Straße sind wegen ihrer altersgerechten Bauweise vor allem bei Senioren beliebt. Am 1. August soll in dem Block eine Begegnungsstätte des Winckelmann-Pflegedienstes eröffnen.

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