Wahlaffäre: Frühere SPD-Frontfrau Braun stellt sich vor CDU-Spitzenleute und greift Linke sowie Dr. Fiedler an

„Rein politisches Kalkül und undemokratisch“

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Kurz vor dem Aus von Carsten Wulfänger (M.) als Kreiswahlleiter: CDU-Leute und andere stecken die Köpfe zusammen.

Stendal. „Weil es nur vordergründig der Wahrheitsfindung dient, geht es in erster Linie darum, die CDU und ihre Spitzenkandidaten zu demontieren, die sich um unseren Landkreis verdient gemacht haben. “ Edith Braun reagiert scharf auf die Rücktrittsforderung von Dr.

Walter Fiedler (AZ vom Donnerstag) gegen seinen CDU-Kreischef Wolfgang Kühnel und die Angriffe der Linken gegen die Christdemokraten. Kühnel und seine Fraktion seien „in der Sache und Haltung“ immer verlässlich gewesen, Stendaler Wahlaffäre hin, Stendaler Wahlaffäre her. „Ausgerechnet Dr. Helga Paschke, die bis zur Wende systemtragend in der NVA tätig war und danach die Demokratie neu für sich entdeckte, unterstellt Kühnel, Güssau und Landrat Wulfänger Untreue und Vertuschung. Ohne das Vorliegen der staatsanwaltlichen Ermittlungen und ohne Schuldspruch der Justiz ist das rein politisches Kalkül und zutiefst undemokratisch“, findet das fraktionslose Kreistagsmitglied.

„Ich bin nicht mehr ein Urgestein einer Partei, der SPD, die ich nach 25 Jahren verlassen habe, aber bin ein Urgestein des Kreistages Stendal, dem ich seit 1990 ununterbrochen angehöre.“ Seitdem kenne sie Kühnel und habe mit ihm so manche kommunalpolitische Auseinandersetzung geführt. Und selbstverständlich müsse auch für ihn mit Blick auf eine mögliche Vertuschung der Stendaler Wahlaffäre und mehr in einem Rechtsstaat die Unschuldsvermutung gelten. Lüderitzerin Braun hat die Linke auch im Kreistag attackiert. „Ich befürchte, dass wir alle Verlierer sein werden und das Ganze nur der AfD nutzen wird.“

Von Marco Hertzfeld

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