Netzbetreiber lässt graue Kästen verschönern / Nächstes Projekt in Sandfurth

Die Radler von Büttnershof

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Im Auftrag des Netzbetreibers werden in verschiedenen Bundesländern Trafostationen künstlerisch den lokalen Wünschen angepasst. So ist es auch in Büttnershof. Dort wird der Radtourismus thematisch aufgegriffen.

Landkreis Stendal. Sie prägen die Region – optisch. Meist wirken die grauen Kästen eher störend in der Landschaft, beziehungsweise in bewohnten Gebieten.

Dass eine Trafostation aber auch anders aussehen kann, wurde in diesem Jahr beispielsweise in Groß Ellingen unter Beweis gestellt. Fleckvieh ziert in dem Ort innerhalb der Verbandsgemeinde Arneburg-Goldbeck das Gehäuse des Stromverteilers. Es ist ein Bild, dass zur Region passt, in der es noch einige Milchviehhalter gibt.

Nach Groß Ellingen soll nun auch in Sandfurth, Einheitsgemeinde Stadt Tangerhütte, ein Stromkasten verschönert werden.

Etwa 300 Stationen wurden bisher im Gebiet des Netzbetreibers Avacon auf diese Weise künstlerisch an die Umgebung angepasst. „Wir wollen auch immer die Gemeinde mit einbeziehen“, sagte Unternehmenssprecherin Corinna Hinkel im Gespräch mit der AZ. So erinnerte sie sich, dass zur Präsentation des durch Graffiti verschönerten Kastens einst in einem Ort die Mädchen und Jungen des lokalen Kindergartens extra ein passendes Lied einstudiert hatten. Welches sich inhaltlich mit dem Motiv auseinander gesetzt habe.

Auch in Büttnershof steht eine Trafostation, die sich dem Thema Radtourismus angenommen hat. Der Elberadweg ist nun einmal in greifbarer Nähe. Der Referent für Kommunalmanagement, Klaus Schmekies, ergänzte: „Die nächste Auftragsarbeit soll im Herbst wieder im Landkreis Stendal ausgeführt werden.“ Dann sollen die Künstler, die in mehreren Bundesländern in dieser Mission tätig sind, in Sandfurth das dortige Trafohäuschen verschönern. Das Motiv wird an dieser Stelle noch nicht verraten.

Der Blick durch die Fotomappe des Unternehmens zeigte in dieser Woche allerdings, dass vor allem Löschfahrzeuge der Feuerwehr gern gesehen sind.

Und: Früher machte wildes Gekritzel die grauen Kästen noch unansehnlicher. „Bisher haben wir es glücklicherweise noch nicht erlebt, dass die umgestalteten Trafostationen verschandelt wurden“, sagt Schmekies abschließend.

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