Grundhafter Ausbau der Wendstraße 2017 in Planung

Rabenvögel sorgen für Ärger: Krähen-Platanen weichen Gehwegen

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Asphalt könnte auf 212 Metern der Wendstraße das Pflaster ablösen. Auch Bäume sollen dort weichen.

Stendal. Hunderte Saatkrähen lieben diese Stendaler Ecke. Und nisten gern auf den Bäumen im Bereich des Johanniter-Krankenhauses.

Die geselligen Vögel ziehen ihren Nachwuchs auch in den Platanen auf, die einen Teil der Wendstraße zwischen Nordwall und südlich gelegener Bismarckstraße zur Allee werden lassen. Wie in der Vergangenheit berichtet, sorgen vor allem unappetitliche Hinterlassenschaften der Rabenvögel auf den Gehwegen für Ärger. Das könnte aber noch vor der nächsten Brutsaison, die zwischen Ende März und Mai liegt, ein Ende haben. Denn die Verwaltung der Hansestadt schlägt vor, die Bäume im kommenden Jahr fällen zu lassen. 2017 soll der genannte Abschnitt der Wendstraße auf 212 Metern Länge grundhaft saniert werden.

Die Fahrbahn in diesem Abschnitt soll in ihren Breiten, die zwischen 5,50 und sieben Metern variieren, erhalten bleiben. Neu wird auch der Belag. Und das auch in seiner Art. Dann lautes Steinpflaster wird an dieser Stelle keine Verwendung mehr finden, wenn sich die Stadtverantwortlichen an die Pläne der Verwaltung halten. Asphalt soll der neue Belag werden. Damit hält man sich nicht an die eigentliche Idee, innerhalb der Stadtmauern einheitlich zu pflastern. Doch liegt die Wendstraße nur minimal in dem Bereich und wird als Verbindungsstraße stark frequentiert. Asphalt könne mehr Verkehr vertragen und sorgt für ein Mehr an Ruhe.

Zudem sollen in dem 683000-Euro-Projekt die Regenwasserkanäle erneuert und die Gehwege, die aktuell auch durch die Baumwurzeln wellig sind, womöglich verbreitert und modernisiert werden. Zu überlegen ist, ob die Bäume bleiben. Und auch, welche Art an ihrer Stelle gepflanzt werden könnte.

Von Alexander Postolache

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