Aktion der Handwerkskammer

Lückenschluss der Autobahn voranbringen: Postkarten für die A 14

kah/ct Stendal. Ein Spatenstich für einen elf Kilometer langen A 14-Abschnitt bei Grabow in Mecklenburg-Vorpommern sorgt für neidische Blicke aus Sachsen-Anhalt:

Für die Handwerkerschaft Magdeburg ist es „unverständlich, dass die Baumaßnahmen in ihrem Bundesland nicht vorangehen. “ Nun will die Gemeinschaft mit einer Postkarten-Aktion Tempo in den Bau der Autobahn zwischen Magdeburg und Schwerin bringen.

26 der insgesamt rund 158 geplanten Autobahn-Kilometer lägen in Mecklenburg-Vorpommern. Sie seien komplett im Bau oder stünden kurz vor der Fertigstellung. „Der größte Teil – 97 Kilometer – verläuft durch Sachsen-Anhalt. Hier sind jedoch lediglich sechs Kilometer fertiggestellt“, klagt Handwerkskammer-Präsident Hagen Maurer. Für die wirtschaftliche Entwicklung der ländlichen und dünn besiedelten Altmark sei die Verkehrsinfrastruktur von enormer Bedeutung. Unternehmen seien auf Verkehrswege angewiesen – wegen der Lieferwege und des größeren Einzugsbereich für qualifizierte Mitarbeiter.

Um den Unmut der Betriebe darzustellen, startete die Handwerkskammer Magdeburg eine Postkartenaktion „Ja zum Bau der A14“. Infos gibt es unter www.hwk-magdeburg.de/jazumbauderA14.

Der derzeitige Stand: Das Bundesverwaltungsgericht hat den Weiterbau 2014 gestoppt (Colbitz-Dolle). Zwei Auflagen müssen erfüllt werden. Demnach braucht es weitere Naturschutz-Untersuchungen über Wirkung auf einige Tierarten. Diese Untersuchungen gab es bereits, es wurden keine negativen Auswirkungen festgestellt. Außerdem muss ein Abschnitt komplett neu geplant werden, weil ein Teil des jetzigen Abschnitts (Mose-Colbitz) mit einem „Stummel“ als Anschlussstück geplant worden war – nach einer Klage des BUND durfte der allerdings nicht gebaut werden.

Rubriklistenbild: © dpa

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