Altmärker „Pokémon Go“-Spieler auf Nachtwanderung

"Pokémon Go": Unter Monstern am Hafenbecken

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Gegen halb zehn am Abend gingen die ersten Jäger der digitalen Fabeltiere auf die Pirsch in der Kaiserstadt Tangermünde.

Tangermünde/Stendal. Gleich mehrere Fahrgemeinschaften aus Stendal und dem ganzen Landkreis führten nun in die Kaiserstadt. Ihr Ziel: die digitale Monsterjagd auf historischem Grund.

„Quapsei“ gesellte sich – in der Kameraansicht des Handys – direkt zwischen die Spieler.

Gut 50 „Pokémon“-Jäger trafen sich am Tangermünder Hafen, um das neue Spiel „Pokémon Go“ in einem Nachtspaziergang zu spielen.

Über eine Gruppe in den sozialen Medien verabredeten sich die Stendaler und Tangermünder, um unter Gleichgesinnten Spaß zu haben. Die Idee dazu, so Stephan Belau, kam ihm, da es so eine Wanderung bereits in Magdeburg gab. Innerhalb von drei Tagen meldeten sich 250 Fans auf der Seite an, so Christian Muhl, der die Seite erstellte.

Ein erstes gefangenes Pokémon: Kadabra kann nun ausgebildet werden und in einer Arena kämpfen.

Das Durchschnittsalter der Teilnehmer beträgt etwa 25 bis 35 Jahre, schätzte Belau: meistens die, die bereits als Kinder mit den bunten Plüschtieren spielten. Hat man sich das Spiel erst einmal auf das Handy geladen, geht es dabei auch zwischen Hafen und Schloss los. Wichtig ist es, ein Auge in der Realität zu haben, um Gefahren rechtzeitig zu erkennen. Schon in den vergangenen Wochen warnten Behörden immer wieder davor, neben dem Spielen auch auf die Umwelt zu achten – also nicht ins Tangermünder Hafenbecken zu fallen.

Gegen 21.30 Uhr zog der Tross von der Promenade an der Grotte und der Salzkirche vorbei in die Tangermünder Innenstadt. Fazit der Spieler: Ein gelungener Abend, zum Spielen und auch zum Kontakte knüpfen..

Von Ute Krug

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