Bundestag beschließt mit dem EEG weitere Förderung der Stromproduktion auf Holzbasis

Perspektive für das Zellstoffwerk in Arnebeburg

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Mit dem Beschluss des Erneuerbare-Energien-Gesetzes hat das Zellstoffwerk in Arneburg eine Zukunftsperspektive.

mei Arneburg. Mit dem Beschluss des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) am Freitag durch den Bundestag hat das Zellstoffwerk Arneburg eine Zukunftsperspektive.

Denn mit dem Gesetz wurde auch eine weitere Förderung für die Biomasse-Stromproduktion der Zellstoffindustrie beschlossen. Das bedeutet, dass die Stromproduktion auf Basis von Holz für weitere fünf Jahre gefördert wird. Allerdings soll die Förderung ab dem zweiten Jahr um jährlich 20 Prozent reduziert werden.

Die Zellstoff Stendal GmbH in Arneburg wertet den gestrigen Beschluss als „großen Schritt in die richtige Richtung“. Um aber letztlich eine Chancengleichheit mit der Stromproduktion aus der reinen Holzverbrennung zu erreichen, müsste der Förderzeitraum auf zehn Jahre verlängert und die Degression deutlich vermindert werden.

Das Unternehmen ist „vorsichtig optimistisch“, wie Pressesprecherin Sabine Schrader gestern formulierte, „dass bei zu erwartenden Überarbeitungen des EEG noch Verbesserungen zu erreichen sind“. Zellstoff Stendal setze dabei auf die weitere Unterstützung der Landesregierung und des Ministerpräsidenten. Für die langfristige Zukunft des Unternehmens sei diese Regelung „von erheblicher Bedeutung“.

Bei der Zellstoffproduktion wird das Holz sowohl stofflich als auch energetisch verwertet. Das Unternehmen versorgt sich auf diese Weise vollständig mit Wärme und Strom aus erneuerbaren Energien. Der verbleibende Stromüberschuss wird seit 2009 nach dem EEG vergütet.

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