Nur acht Kreise und Städte bundesweit haben mehr jugendliche Arbeitslose als Stendal

Ostaltmark: Viele junge Leute ohne Job

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Die Jugendarbeitslosigkeit in der Ostaltmark sinkt zwar, liegt aber bundesweit auf Platz 394 von 402 Kreisen und Städten.

zds Stendal. Deutschland ist mal wieder Weltmeister: 7,3 Prozent der Jugendlichen unter 24 waren hierzulande 2015 arbeitslos, sagt der jüngste Bericht der UN.

Sogar nur 5,3 Prozent hat das Statistische Bundesamt als Quote im Regionalatlas, in dem die Lebensverhältnisse in der Republik verglichen werden. Der Landkreis Stendal ist in diesem Vergleich mit einer Quote von 11,5 Prozent der Erwerbspersonen im Alter zwischen 15 und 24 Jahren vertreten, die im Jahresdurchschnitt arbeitslos gemeldet waren. In einer Bundesliga der Jugendlichen-Vollbeschäftigung ist das Platz 394 von 402 Städten und Kreisen. Den besten Wert hat der Kreis Eichstätt in Bayern mit 1,3 Prozent, den schlechtesten Bremerhaven mit der zehnfach höheren Quote von 13,1 Prozent.

Die Vereinten Nationen sehen schwarz: Die Jugendarbeitslosigkeit auf der Welt wird nach UN-Angaben dieses Jahr zunehmen. Die Internationale Arbeitsorganisation (Ilo) erwartet, dass die Zahl der arbeitslosen 15- bis 24-Jährigen im Vergleich zum Vorjahr weltweit um eine halbe auf dann 71 Millionen steigen wird. In Europa nimmt die Jugendarbeitslosigkeit derzeit auch schon wieder zu. Kroatien: 30, Spanien 45, Griechenland knapp 50 Prozent. Deutschland hat da selbst mit dem UN-Wert von 7,3 Prozent die derzeit niedrigste Jugendarbeitslosenquote der EU und bei 5,3 Prozent sowieso. Allerdings, auch auf der Insel der Seligen gibt’s Ausreißer und Schwachstellen. Der Landkreis Stendal gehört zu den Gebieten, in denen die Jugendarbeitslosigkeit höher ist als im Bundesdurchschnitt.

Überall fehlen indes Azubis: Bundesweit sind aktuell noch 172 000 Ausbildungsplätze frei. Handwerk und Industrie brauchen Ersatz für Rentner.

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