Spiele-App „Pokémon Go“ auch in Stendal beliebt / Bewegung für "Bewegungsmuffel"

Das öffentliche Spiel mit den Monstern - in der ganzen Region!

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Sport-Volontär Falk Dezort spielt „Pokémon Go“ und hat am Schwanenteich ein seltenes Vieh gefangen.

Stendal. Die Suche nach Menschen, die das mobile Spiel „Pokémon Go“ auf ihrem Smartphone zocken, dauerte gestern nicht lang. Von der Redaktion der Altmark-Zeitung im Hoock in Stendal führte der Weg zur Breiten Straße.

Auf dem Weg zum Winckelmannplatz dann der erste wahrhaftig zufällige Fund – Sportkollege Falk Dezort (23) hatte gerade sein Handy in der Hand und fuchtelte damit umher. Wenige Meter weiter stand der nächste erwachsene Mann.

Das „Selfie“, Fotografie in der Art eines Selbstporträts, war gestern: „Pokémon Go“ treibt auch Heiko Janowski an.

Heiko Janowski ist 42 Jahre jung. Und bestätigt, dass Handy-Games gewiss kein Kinderkram sind. Und dass ein „Hype“, ein besonders spektakuläres, mitreißendes Ereignis, nicht nur pubertierende Schüler fesseln muss.

Eine Handy-App ist gerade weltweit der absolute Renner: Die Rede ist von „Pokémon Go“, seit gestern offiziell erhältlich. Ein Spiel, bei dem man mit seinem Smartphone auf die Jagd nach kleinen Monstern – den „Pokémons“ – geht. Das Besondere: Der Spieler benutzt sein Handy dazu, die virtuellen Wesen aufzuspüren – in der echten Welt. Das Ganze ist eine Mischung aus Schnitzeljagd und Geschicklichkeitsspiel und nutzt reales Kartenmaterial und die integrierte Kamera des Mobiltelefones.

Die App zeigt die genaue Position des Spielers auf einer Karte an. Sie zeigt auch, wo das nächste Monster lauert.

„Ich habe am Schwanenteich gestern ein besonders seltenes Vieh gefangen“, berichtet der Kollege aus der Sportredaktion von seinem Freizeiterlebnis. Laut Liste gehört sein Pokémon-Monster zur Klasse der episch-seltenen Geschöpfe.

Dass sich nicht nur Kinder und Jugendliche mit genau dieser Spiele-App beschäftigen, erklären sich beide Zufallsgesprächspartner damit, dass die Marke „Pokémon“ nicht zuletzt durch die Zeichentrick-Serie im Fernsehen bekannt wurde. Und auch Videospielfans kamen am PC und vor allem an den heimischen Spielekonsolen auf den Geschmack. Zudem gab es auch Karten und anderes Spielzeug in der Vergangenheit. Wer dies damals spielte, ist heute nunmehr jenseits der 14 Jahre.

Das Spiel bewegt nun auch Bewegungsmuffel. Allerdings sollten alle, besonders bei der aktuell verdichteten Verkehrslage in der Stendaler Innenstadt, auch einmal auf den Weg und auf andere, reale Wesen schauen.

Alles zum Hype um die virtuelle Realität:

–"Pokémon Go": Wenn das Handy die Kontrolle übernimmt

– "Pokémon"-Spieler kracht mit Auto gegen Baum

– Voller Zugriff aufs Konto: Daten-Fiasko bei "Pokémon Go"

– Debatte um Spiele-Hype: Macht "Pokémon Go" süchtig

Die AZ-Online Redaktion hat das Spiel ebenfalls bereits getestet und Experten befragt. Alles dazu in unserem Video:

Die Monsterjagd in Bildern:

"Pokémon Go": Irre Monsterjagd mit Suchtpotenzial

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