Fachtagung: Verbaler Austausch soll „Barrierefreiheit und Inklusion“ besser ermöglichen

Nicht nur Rampen statt Treppen

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Damit sich auch Menschen im Rollstuhl fortbewegen können, sollen Gebäude barrierefrei gebaut oder saniert werden.

Stendal. Miteinander zu sprechen, hilft in den meisten Fällen. In Sachen Barrierefreiheit ist in der östlichen Altmark der Behinderten-Beirat des Landkreises Stendal ein bedeutender Ansprechpartner.

Wer neu baut, ein Gebäude saniert, der könnte darauf achten, Barrieren abzutragen. Oder diese gar nicht erst entstehen zu lassen. Wer mögliche Probleme nicht sieht, könnte das Gremium fragen. Vor allem dann, wenn es die Öffentlichkeit betrifft.

Viele Menschen verstehen unter dem Stichwort „Barrierefreiheit“ Rampen statt Treppen, breite Türen oder absenkbare Busse. Barrieren sind jedoch nicht erst bauliche Verbesserungen, weiß Bernd Zürcher. Es geht dem Regionalleiter des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes auch darum, dass sich Menschen in andere Menschen hineinversetzen, ihr Bewusstsein für andere erweitern. Und damit Barrieren abbauen.

Dies könnte verhindern, dass sich Bürger mit und ohne Behinderung im Nachhinein darüber beschweren, dass beispielsweise eine Filliale nicht für Rollstuhlfahrer, Rollatoren-Nutzer oder Kinderwagenlenker zu erreichen ist. Weil Barrieren wohlmöglich in der Planung nicht bedacht wurden. „Um ein Bewusstsein für Barrieren sowie die barrierefreie Gestaltung von Lebens- und Sozialräumen zu schaffen“, lädt der Behinderten-Beirat des Landkreises zu einer kostenfreien Fachtagung ein. Diese steht am 23. November, einem Mittwoch, unter dem Titel „Barrierefreiheit und Inklusion“. Zwischen 14 und 17 Uhr sind Vorträge geplant, die sich unter anderem mit dem aktuellen Zustand und den Zielen der Inklusion befassen. Im Landratsamt soll es auch um Kontaktaufnahme und -pflege gehen. Interessierte melden sich unter gleichstellung@landkreis-stendal.de an.

Auch in Tangermünde sollen Bürger zum Thema befragt werden.

Von Alexander Postolache

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