Baubeginn noch in diesem Jahr / Stadt hat Areal zwischen Mühlenstraße und Westwall im Visier

In Stendal: Neuer Parkplatz für 78 Autos geplant

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Auf dem Gelände zwischen Mühlenstraße und Westwall soll ein Parkplatz für 78 Autos entstehen.

Stendal. „Das Geld für den Parkplatz ist im Haushalt eingeplant. Das Bauvorhaben wird noch dieses Jahr in Angriff genommen“, so fasst Stadtsprecher Klaus Ortmann den aktuellen Stand zusammen. Zwischen der Mühlenstraße und dem Westwall liegt momentan ein Gelände brach.

Es misst rund 4400 Quadratmeter. Dort soll ein Parkplatz für insgesamt 78 Autos entstehen.

Das Bauprogramm nennt sich offiziell „Neubau Mühlenstraße nebst Stellplatzanlage“. Dass die Brachfläche hinter der Mühlenstraße jetzt zum Parkplatz umgewandelt werden soll, kommt nicht von ungefähr. „Wir haben den Karnipp und den Hoock bebaut. Da standen bislang rund 50 bis 60 Fahrzeuge. Diese Stellplätze sind uns verloren gegangen“, berichtet Ortmann, „daher sind wir heilfroh, dass wir die Fläche an der Mühlenstraße haben.“ Gerade der Innenstadtbereich sei „nicht komfortabel“ mit ausreichend Parkmöglichkeiten ausgestattet. Es handele sich bei dem Bauvorhaben um einen tatsächlichen Ersatz für die nun bebauten Flächen.

Die Anlieger der Mühlenstraße sind von der Planung weniger begeistert. Eine Anliegerversammlung fand im November vergangenen Jahres statt. Wie aus einer Beschlussvorlage der Stadt hervorgeht, war der Grundtenor der Anlieger: „Wir wollen keine Parkplätze, es sind genug Stellplätze in der Altstadt vorhanden.“ Hinweise der Anlieger seien berücksichtigt worden, sofern sie umsetzbar gewesen seien.

Wie aus dem Namen des Bauprogramms hervorgeht ist der Bau der Stellplatzanlage nur ein Teil der Maßnahmen. Auch die Mühlenstraße selbst soll umfassend saniert werden. Geplant ist eine Fahrbahnbreite von sechs Metern, zusätzlich ein 2,3 Meter breiter Fußweg. Um einen generellen Durchgangsverkehr für Kraftfahrzeuge zu unterbinden, ist laut der Vorlage eine Absperrung mittels eines herausnehmbaren Pollers vorgesehen.

Die Baukosten für Straßenbau, Regenwasserkanäle, einer neuen Beleuchtung inklusive aller Nebenkosten belaufen sich auf rund 725.000 Euro. Ursprünglich war für das Bauvorhaben ein Betrag von 678.000 Euro eingeplant. Grund für die Erhöhung sei, dass nach erfolgter Baugrunduntersuchung Erdreich einer bestimmten Güteklasse festgestellt wurde. Dieses bedürfe einer gesonderten Entsorgung, was generell mit Mehrkosten verbunden sei.

Von Mike Höpfner

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