Magdeburger Verfassungsschutz beobachtet „Identitäre Bewegung“

Neue Gruppierung im Visier

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Die Identitäre Bewegung wird vom Verfassungsschutz beobachtet.

mei Magdeburg. Die so genannte „Identitäre Bewegung“ in Sachsen-Anhalt wird ab sofort vom Verfassungsschutz beobachtet.

Laut Innenministerium in Magdeburg wurde die Gruppierung als eine „verfassungsfeindliche Bestrebung“ eingestuft und werde ab sofort vom Staatsschutz beobachtet. Die „Identitäre Bewegung“ sei in Sachsen-Anhalt durch ihre Aktivitäten aufgefallen, die sich gegen die freiheitlich demokratische Grundordnung richten.

Laut Verfassungsschutz gibt es punktuell personelle Überschneidungen zur rechtsextremen Szene. Die Gruppe hatte sich beispielsweise dazu bekannt, die Geschäftsstelle einer Migranten-Hilfsorganisation in Halle zugemauert zu haben. Die Zahl ihrer Anhänger wird auf einen zweistelligen Bereich geschätzt. Die „Identitäre Bewegung“ versteht sich als Teil der „Neuen Rechten“ und wurde nach Angaben des Innenministeriums im Oktober 2012 gegründet. Vorbild sei die französische „Generation Identitaire“. Dem Ministerium zufolge sind Aktionen und Propaganda von islam- und fremdenfeindlichen Positionen geprägt. Bundesweit soll die Gruppierung mehrere hundert Anhänger haben.

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