Planungsamt sucht bei Stendal Flächen für Einfamilienhäuser / Ortmann: „Wird kein Problem sein“

Neue Grundstücke sind in Arbeit

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50 zusätzliche Grundstücke sollen in der Rolandstadt ausgewiesen werden. Das fordert ein Antrag der Stadtratsfraktion CDU / Landgemeinden. Im Planungsamt laufen die Vorbereitungen dafür auf Hochtouren.

Stendal. 50 zusätzliche Grundstücke zur Bebauung mit Einfamilien-Wohnhäusern sollen in der Rolandstadt generiert werden. So sieht es ein Antrag der Stadtratsfraktion CDU / Landgemeinden vor.

Nach meist einstimmigen Ergebnissen in den entsprechenden Ausschüssen hat jetzt auch die Verwaltung die Weichen für neue Grundstücke gestellt. „Das wird jetzt ein inhaltliches Thema für uns. Die Kollegen im Planungsamt sind schon dabei“, bestätigt Stadtsprecher Klaus Ortmann im AZ-Gespräch.

Bevor letztlich Flächen für Einfamilienhäuser ausgewiesen werden können, müsse das Fachamt jedoch zunächst eine Übersicht der aktuell verfügbaren Grundstücke erstellen. „Dann können die Bauflächen benannt und überarbeitet werden“, so der Stadtsprecher. Das Grundstück muss sich natürlich bereits jetzt im Besitz der Stadt befinden, betont Ortmann. Wenn die Flächen dort überarbeitet sind, könne die Stadt neue Grundstücke zuordnen.

In der CDU-Fraktion ist vor allem Stadtrat Dirk Hofer seit einiger Zeit an der Bereitstellung von attraktivem Bauland in der Hansestadt interessiert. „Bauflächen müssen kurzfristig ausgewiesen werden“, sagte Hofer bereits zu Beginn des vergangenen Jahres. „Wir konkurrieren nicht mehr mit Uenglingen oder Jarchau“, so der CDU-Politiker, „unsere Konkurrenten sind Magdeburg und Wolfsburg.“ Quadratmeterpreise in Stendal von 50 bis 80 Euro wie etwa in der Bahnhofsvorstadt könnten Menschen in die Großstädte – und damit weg aus Stendal – treiben. Hofer befürchtet, dass Stendal seinen Standortvorteil verlieren könnte. „Es steht zu befürchten, dass die Hansestadt wegen der unzureichenden Anweisung von Bauplätzen Einwohner oder potenzielle Zuzügler an andere Gemeinden im Umland verliert“, so der genaue Wortlaut in dem Antrag der Fraktion.

„Ich denke, dass es kein Problem sein wird, diese 50 Grundstücke in Stendal darzustellen“, so Klaus Ortmann. Die Ausweisung von Bauflächen ist in der Hansestadt immer wieder ein Thema. Auch an der Nachtweide gäbe es Grundstücke, etwa für junge Familien. Diese können seitens der Stadt jedoch nicht ausgewiesen werden, weil sich immer noch nicht alle der 36 dort vorhandenen Flurstücke im städtischen Besitz befinden. Solang dies nicht der Fall ist, kann die Gegend nicht erschlossen und somit auch nicht bebaut werden. „Da hat sich in den vergangenen Wochen und Monaten nicht sonderlich viel entwickelt“, konstatiert der Stadtsprecher. Das Problem für die Stadt: Sie ist auf die Gunst der Eigentümer angewiesen. „Man muss in der aktuellen Lage auch Verständnis dafür zeigen, wenn jemand sein Grundstück nicht verkaufen will“, zeigt sich Ortmann nachsichtig. Der Bedarf nach Bauland ist bei der Verwaltung bekannt. Auch gibt es bereits jetzt genügend Bauflächen in der Stadt. Jedoch sind diese bei manchen potenziellen Hausbauern unbeliebt, da sie beispielsweise nicht über eine nahe gelegene Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr verfügen.

Von Mike Höpfner

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