350.000 Euro will Hansestadt am Theater der Altmark noch 2016 investieren

Neue Anlage für den Brandfall

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Im 21. Jahr nach dem umfassenden Umbau des Theaters sollen nun noch in diesem Jahr einige altersschwache Elemente ausgetauscht werden. Dazu gehören neben der Brandschutzanlage auch die Datenleitungen für das Computernetzwerk.

Stendal. Rund 350.000 Euro stehen in diesem Fall zur Debatte: Zwei Jahrzehnte hat die Brandmeldeanlage (BMA) im Theater der Altmark bereits auf dem Buckel. Und trägt dabei große Verantwortung.

Nun soll darüber entschieden werden, ob die Anlage, die 1995 den Betrieb aufnahm, noch in diesem Jahr überholt wird.

Die erste Beratung dazu wird es am Montag während der Sitzung des Haupt- und Personalausschusses geben. Das letzte Wort hat dann der Stadtrat, dessen Mitglieder am 22. Februar tagen.

Die Summe, die sich aus der Kostenschätzung in der Vorplanung ergeben hat – von genau 348.153,69 Euro – setzt sich aus vier Elementen zusammen. Die Sanierung der BMA kostet rund 170.000 Euro, die Sanierung der Sprachalarmierung wird mit rund 68.000 Euro verbucht. Zudem werden zirka 48.400 Euro für die Datenverkabelung veranschlagt. Hinzu kommen die Kosten für die Planung, welche laut Beschlussvorlage bei etwas mehr als 60.000 Euro liegen.

Die Datenkabel stehen dabei nicht in direktem Zusammenhang mit der Brandmeldeanlage. Die Vorplanung habe allerdings ergeben, dass auch die Computernetzwerke im Theatergebäude erneuert werden müssen. Die Wände müssen ohnehin aufgestemmt werden.

Die Stadt Stendal muss aus eigener Kasse und ohne Fördermittel die Sanierung stemmen. Dabei stehen bereits 30.000 Euro aus dem vergangenen Jahr bereit. Über die restlichen rund 320.000 Euro müssen nun die Ratsmitglieder der Hansestadt entscheiden. Die Mittel sollen allerdings vorzeitig, also vor Inkrafttreten des Haushaltsplanes 2016, bereitgestellt werden, damit der Umbau ohne Beeinträchtigung des Spielbetriebs über die buchstäbliche Bühne gehen kann.

Mittelfristig soll am Theater weiter gebaut werden. Dem eigentlich noch jungen Bauwerk fehlt es an passender Fassadendämmung, die ab 2017 im Zuge einer energetischen Sanierung angebracht werden soll, sollte es Fördermittel geben. Zudem müssten die Wasserleitungen ausgetauscht werden – mittelfristig.

Von Alexander Postolache

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