Christiane Schmidtke: Zusatzschild an der Dorfstraße „widerspricht der Begrenzung auf 7,5 Tonnen“

Nächste Runde im Gelbe-Tonnen-Streit in Räbel

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Das Zusatzschild (r. im Bild) erlaubt dem „Betriebs- und Versorgungsdienst“ die Zufahrt – trotz Begrenzung der Räbelschen Dorfstraße auf 7,5 Tonnen. Das sorgt nun für neuen Ärger.

mei Räbel. „Ich habe nicht verstanden, dass die Ver- und Entsorger ca. ein Jahr lang die Räbelsche Dorfstraße befahren haben, obwohl diese tonnagebegrenzt ist“, reagiert Christiane Schmidtke auf die Äußerungen von Norman Mattke, Projektleiter Entsorgung bei der Cont-Trans.

Mattke hatte im AZ-Gespräch klar gemacht, dass seine Firma nicht gegen Recht und Gesetz verstoßen werde. Wenn Straßen wie die Räbelsche Dorfstraße nicht für Fahrzeuge wie die der Entsorgungsfirma Cont-Trans zugelassen sind, wenn das Lichtraumprofil nicht ausreicht, „dann fahren wir da auch nicht durch“. Schmidtke hatte nach etlichen Telefonaten und vielen Schreiben erwirkt, dass vor einigen Tagen ein Zusatzschild an die auf 7,5 Tonnen begrenzte Straße angebracht wird, das Entsorgern die Durchfahrt erlaubt (AZ berichtete).

Dass das nach der Meldung an die Dienstleistungsgesellschaft ALS und den Werbener Bürgermeister vier Wochen gedauert hat, ist für Christiane Schmidtke nicht nachvollziehbar. Das läge auch nicht im Verantwortungsbereich der Cont-Trans, hatte Mattke betont. Die Meldung sei am 4. Juni an die ALS gegangen – vier Wochen später wurde das Zusatzschild montiert.

Die Räbelerin beklagt, dass es bei Cont-Trans „extrem unterschiedliche Aussagen zu dem Problem“ gegeben habe und außerdem, dass es der ALS wohl zu aufwändig war, die Anwohner im Vorfeld über den Missstand zu informieren, nämlich dass Cont-Trans die gelben Tonnen nicht abholt, wenn keine Rechtssicherheit für die Entsorgungsfahrzeuge besteht. „Wir Anwohner haben nicht die Chance bekommen, für diese eine Leerung die gelben Tonnen an den Wirtschaftsweg oder die Buswendeschleife zu stellen“, kritisiert Schmidtke weiter. Auf ihre Bitte auf eine nachträgliche Leerung habe sie bis jetzt keine Antwort erhalten.

Glücklich ist die Räbelerin mit dem Zusatzschild ohnehin nicht. Denn weil die Durchfahrt auch für Betriebsfahrzeuge freigegeben wurde, können die Landwirte ab sofort mit ihren großen Maschinen und Traktoren mit Anhängern wieder an Stelle des Wirtschaftsweges die Dorfstraße benutzen. Das widerspreche der Begrenzung auf 7,5 Tonnen, die diese Fahrzeuge von der Straße fernhalten sollten.

Christiane Schmidtke abschließend: „Ich habe verstanden, dass die Anzeige eines Missstandes bei allen Beteiligten eher Unmut auslöst als zu Lösungen führt.“

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