Stadt hat schon 33 von 36 nötigen Teilgrundstücken gekauft / Ortmann: „Sind auf der Zielgeraden“

Nachtweide bald für Hausbau bereit

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Um mit der Erschließung, also dem Verlegen von Leitungen und dem Straßenbau, beginnen zu können, muss die Stadt alle betroffenen Teilgrundstücke aufkaufen. Gespräche mit den Eigentümern sind oft langwierig.

Stendal. „Es dauert lange, weil eben nicht alle Eigentümer verkaufen wollen. Aber wir sind fast auf der Zielgeraden“, sagt Stadtsprecher Klaus Ortmann zu einer möglichen Ausweisung von Baugrundstücken an der Haferbreite.

Konkret geht es um die Nachtweide, die vom Haferbreiter Weg abzweigt. Die Stadt sei schon seit gut anderthalb Jahren dabei, die für die Erschließung notwendigen Teilgrundstücke zu kaufen. Erschließung bedeutet in erster Linie Straßen- und Wegebau sowie das Verlegen von Leitungen. Bevor die Stadt nicht alle betroffenen Teilgrundstücke von privaten Besitzern aufgekauft hat, können die Arbeiten jedoch nicht beginnen.

Insgesamt betreffe die Erschließung 36 Flurstücke. „Das Flurstück ist der größere Teil des Grundstücks. Auf drei Flurstücken müssen nun noch Teilgrundstücke gekauft werden“, informiert Ortmann auf AZ-Anfrage. Es gehe der Stadtverwaltung jedoch nicht darum, ganze Grundstücke zu erwerben. „Wir kaufen nur den Teil, den wir für die Erschließung benötigen. Die Grundstücke selbst können dann unter Privatleuten verkauft werden“, sagt der Stadtsprecher.

Trotz der positiven Situation, dass nur noch auf drei Flurstücken Teilgrundstücke gekauft werden müssen, ist Ortmann vorsichtig optimistisch: „Wir können nicht aus dem Ärmel sagen, wann es letzten Endes so weit sein wird. Aber da wird intensiv dran gearbeitet.“ Eigentümer von kleinen Grundstücken täten sich aus verschiedenen Gründen schwer, diese an die Stadt zu veräußern.

Im Bereich Liegenschaften würden schon seit geraumer Zeit Gespräche mit Besitzern vor Ort geführt. „Ab 2016 ist eine Erschließung absehbar“, sagt Klaus Ortmann, „das wird konkret angegangen.“

Die Stadt bemühe sich zudem durchgängig darum, qualitativ hochwertige Baugrundstücke auszuweisen. Bauflächen gibt es laut Auskünften des Stadtsprechers in ausreichender Menge. Jedoch sind diese bei manchen potenziellen Hausbauern unbeliebt, da sie beispielsweise nicht über eine nahe gelegene Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr verfügen. „Dass der Bedarf vorhanden ist, wissen wir“, sagt Ortmann.

Stadtrat Dirk Hofer (CDU) hatte schon vor mehreren Monaten bei einer Stadtratssitzung angeregt, mehr Bauflächen auszuweisen, da Stendal in puncto Immobilien nicht nur mit Jarchau oder Uenglingen, sondern mit Berlin und Wolfsburg konkurrieren würde (AZ berichtete). Hofer erhofft sich durch Ausweisungen einen Zustrom an jungen, gut ausgebildeten Menschen.

Von Mike Höpfner

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