Hundeköder mit Nadeln am Uenglinger Tor

„Das muss der blanke Hass sein“

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Der Blick auf das bei Facebook oft geteilte Foto zeigt eine Masse aus Brot, die mit spitzen, feinen Nadeln gespickt ist. Dieser Köder soll am Uenglinger Tor gefunden worden sein.

Stendal. Weitere Attacke auf Hunde im Stendaler Stadtgebiet: Sie sehen aus wie Stecknadeln und ragen aus einer Masse heraus, die zusammengedrücktem Schwarzbrot ähnelt. Bilder davon hat ein Stendaler auf Facebook veröffentlicht.

Seinen Angaben zufolge sollen die Lockmittel auf einem Rasen am Uenglinger Tor gefunden worden sein.

Die AZ fragte gestern vor Ort bei Hundebesitzern nach: „Ich passe immer auf, was mein Hund macht“, sagte eine Frau, die ihren Liebling immer an der Leine lässt. „Manche lassen ihre Hunde auch ohne laufen. Da haben die schnell mal was verschluckt“, so eine weitere Meinung. „Ich gehe hier zum ersten Mal mit Mäxchen spazieren“, sagte ein Mann. Er selbst sei auch immer vorsichtig und lasse sein Mäxchen nicht aus den Augen. „Ein Kollege aus Biederitz hat mir von solchen Ködern erzählt, die er auf einem Deich gefunden hat.“ Warum aber am Uenglinger Tor jemand Hunde nicht haben wolle, das könne er sich nicht erklären: „Das muss der blanke Hass sein.“

Die Polizei Stendal hat den Umstand bereits dem Ordnungsamt gemeldet. Sprecher Marco Neiß rät, aufmerksam zu sein, was der Hund frisst, und mögliche Täter zu beobachten. Fälle der schädlichen Köder gäbe es gelegentlich. Kollegen der Gesetzeshüter würden außerdem an der Wallanlage Streife laufen, kündigt er an.

Von Alexander Postolache und Kai Hasse

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