„Eine große Vielfalt an Motiven“ 

Musik, Malerei und Partnerschaft: Polnisches Wielun zeigt in Osterburg Flagge

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Die Schülerband „TNNR“ tritt jedes Jahr und in unterschiedlicher Besetzung beim Stadtfest in Osterburg auf.

Osterburg. Eine fast 30-köpfige Delegation aus Osterburgs polnischer Partnerstadt Wielun wird am 19. Stadt- und Spargelfest teilnehmen. Im Gepäck haben die Osteuropäer eine Ausstellung, die unbedingt auch in der Altmark gezeigt werden soll.

Die Bilderschau ist das Ergebnis eines Malwettbewerbs, an dem sich auch zwei Deutsche beteiligt haben: Caterina Behrendt, eine gebürtige Osterburgerin, und Manuela Henschke aus Guben. Beide haben an der renommierten Kunsthochschule Burg Giebichenstein in Halle studiert. Osterburg und Wielun pflegen seit mehr als 15 Jahren eine kommunale Partnerschaft.

Die insgesamt zehn polnischen und deutschen Künstler arbeiteten auf Einladung und dank eines Fördertopfes eine Woche lang an neuen Werken. Ein Großteil der Arbeiten dürfe die Stadt Wielun für sich behalten. Ein derartiges Projekt kann sich Bürgermeister Nico Schulz auch gut für die Einheitsgemeinde Osterburg vorstellen. „Ich habe den Katalog durchgeblättert und habe eine große Vielfalt an Motiven und Stilen gesehen“, will der CDU-Mann Lust auf Kunst machen. Die Schau wird am Sonnabend um 8.30 Uhr im Rathaus eröffnet und bleibt voraussichtlich bis Mitte Juni in Osterburg.

Der politisch-offizielle Teil der Delegation umfasst sechs Personen mit Stadtratsvorsitzendem Piotr Radowski an der Spitze. Mit dabei sind auch der Leiter der Investitionsabteilung, die neue Leiterin des Museums sowie die Führung der örtlichen Leader-Aktionsgruppe. Die Gäste können sich das Heimatmuseum, die Stadtbibliothek und weitere Einrichtungen anschauen und natürlich beim Spargelfest mitfeiern. Osterburgs Bürgermeister Schulz und die offiziellen Vertreter Wieluns werden sich zudem im Rathaus zusammensetzen und überlegen, wie sich die Städtepartnerschaft noch weiter ausbauen lässt. „Wir haben da einige Ideen, die zunächst im Workshop entwickelt werden sollen. Noch lässt sich dazu nichts sagen.“

Kunst wie die von Edward Galustow wird ab Sonnabend im Rathaus zu sehen sein. Der 52-Jährige arbeitet in Weißrussland und Polen.

Den jüngeren Polen gehört am kommenden Wochenende die Musikbühne. Die Band „TNNR“ hat gleich mehrere Auftritte beim Stadt- und Spargelfest. Schon in den Jahren zuvor hatten polnische Schüler für Rock- und Popklänge in der Biesestadt gesorgt. Da dieses Mal deutlich mehr junge Leute anreisen, will der Bürgermeister die 20 Schüler und zwei Betreuer im Arendseer Kinder- und Jugenderholungszentrum (KiEZ) unterbringen. Nicht alle Jugendlichen seien Musiker, ein Großteil wolle sich am Spendenlauf des Markgraf-Albrecht-Gymnasiums am Freitag beteiligen. Dort werden gut 700 Teilnehmer erwartet.

Von Marco Hertzfeld

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