Arneburger Einrichtungen vertreten Verbandsgemeinde im Bundesprogramm

Wie die Musik Demokratie und Vielfalt beflügeln soll

Immer dienstags begeistert Kerstin Langnaese seit Anfang September vormittags rund 50 Arneburger „Elbräuber“ für die Kraft des Klangs. Wer das blaue Tuch wedeln darf, schlüpft in die Rolle des Herbswinds, der die bunten Blätter zum Tanz auffordert.

Arneburg. „Das wird etwas ganz Besonderes“, sagt Simone Hecht. Die Leiterin der Tagesstätte „Elbräuber“ hat sich mitten in den Sommerferien mit Amtskollegin Marion Kahlow vom Arneburger Hort durch umfangreiche Antragsformulare gekämpft.

„Wir sind die einzigen beiden Einrichtungen der Verbandsgemeinde, die im Bundesprogramm ,Demokratie leben’ vertreten sind“, freut sich Kahlow auf die Gala am 4. Dezember in der Stadthalle. “.

Bei der Umsetzung des Vorhabens, das Teil des Landkreis-Netzwerks „Partnerschaft für Demokratie“ gegen Menschenfeindlichkeit und Rechtsextremismus ist, setzen die Arneburger auf die Kraft des Klangs. „Musik verbindet“, weiß die Tagesstättenleiterin. Ihre Schützlinge und die Hortkinder ihrer Kollegin proben seit vier Wochen für ihren großen Auftritt.

Für den harmonischen Schliff sorgt nun immer dienstags Kerstin Langnaese. Die Expertin für musikalische Früherziehung schärft vormittags die Sinne der Elbräuber für Rhythmus und Melodie, wenn sie die in sechs Gruppen aufgeteilte Musical-Schar zu Vivaldis „Herbst“ mit bunten Tüchern mal laut, mal leise, mal schnell, mal langsam zum Tanzen animiert. Am Nachmittag trifft Langnaese auf bis zu 60 Hortkinder, mit denen sie Stücke aus dem Familien-Musical „Das Vier-Farben-Land“ einstudiert.

„Hier gibt es Musik für all die Kinder, die sonst oft aus finanziellen Gründen hinten runterfallen“, beschreibt die Musiklehrerin den Wert des Projekts, das der Willkommenskultur auf dem Land dienen soll.

Von Antje Mahrhold

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