Radlader und Hochdruckreiniger bringen Arneburger Yachthafen in Schuss

„Muschelsuppe“ schafft maritime Parkplätze

„Bei uns kommen sie gerne tanken.“ Einen der attraktivsten Arbeitsplätze der Region hat Lutz Tippmann. Der 62-Jährige macht die acht Pontons für den Steg des Arneburger Sportboothafen fit für die neue Saison im Wasser der Elbe. 40 Liegeplätze gibt es zu vergeben.

Arneburg. „Heute gibt´s Muschelsuppe“, brüllt ein Ostfriesennerz-Typ im Hochdruckreiniger-Nebel. Der Mann steckt mitten im Maritimschlamm, ist aber zum Scherzen aufgelegt. Auch Hafenmeister Lutz Tippmann hat Spaß bei der Arbeit an Elbkilometer 403,7.

Und bestreicht Zentimeter für Zentimeter mit einer Malerrolle tiefschwarzen Rostschutzlack auf Ponton für Ponton.

Im Arneburger Sportboothafen ist Aufrüstzeit für die Parkplätze der Hobbyschifffahrt. Im Landkreis Stendal ist die seit 2004 existierende Anlage an der Elbe neben Tangermünde eine von zwei Landungsstellen. Weitere Bootsanleger gibt es an der Havel im Yachthafen Havelberg sowie in Molkenberg bei Schollene. „Bei uns kommen sie alle gerne tanken“, verweist Tippmann auf den besonderen Service seines Reichs. Neben Diesel und Benzin können sich Freizeit-Kapitäne im Hafen der Stadt am Hang der Burg mit Strom und Wasser versorgen sowie Fäkalien loswerden.

Boote bis zu 15 Meter Länge und drei Meter Breite mit bis zu 1,40 Meter Tiefgang nutzen den Hafen je nach Pegelhöhe. Eines der größten Wasserfahrzeuge, die in Arneburg angelegt haben, war 2012 die 13-Meter-Yacht „Libertas“ eines Berliner Ehepaares. Zehn Meter kürzer, aber nicht weniger attraktiv, war das Boot „Boy Toy“ einer Familie aus der Nähe von Königswusterhausen, die im Juli als 100. Gast am Ufer Arneburgs begrüßt wurde. Nun steht der Beginn der Wassersportsaison 2015 bevor. Auch die Gierseilfähre macht sich schon warm. Sie soll ihren Betrieb nach AZ-Informationen voraussichtlich nach Ostern aufnehmen.

Von Antje Mahrhold

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