Wenn aus Häuflein Berge werden / Hemmschwelle der Sünder gering

Mülltourismus in Stendal-Süd

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Sowohl an einem Wohnblock an der Lemgoer Straße (oben) als auch an der Hanseallee (unten) wird Sperrmüll illegal gesorgt. In Stendal-Süd bleibt der Mülltourismus ein Problem.

Stendal. „Das sind ja Unmengen, die hier abgeladen werden“, ärgert sich Lothar Nehring, Hausverwalter in den Wohnblöcken der Raks-AG, über die Mengen an Sperrmüll in Stendal-Süd.

Weil die Eigentümer Rückstände in sechsstelliger Höhe bei den Stadtwerken haben, wurden in vier Blöcken nacheinander Klingeln, Flurlicht, Heizung und schließlich Trinkwasser abgestellt. Dass es sich bei den Abfällen um Unrat der wenigen, noch dort wohnhaften Mieter handelt, bezweifelt der Hausverwalter stark. „Da liegen auch öfter mal Dachpappen und andere Sachen dazwischen, die gar nicht von den Mietern hier stammen können“, ist Lothar Nehring überzeugt.

Das Problem an sich hat laut Stadtsprecher Klaus Ortmann eine lange Historie. „Den Mülltourismus in Süd gibt es schon seit etlichen Jahren“, sagt er, „mindestens seit Beginn des Rückbaus der Wohnblöcke“. Hinzu kommt, dass Sperrmüll-Haufen schnell außer Kontrolle geraten. „Jeder Haufen multipliziert sich pro Woche etwa dreimal“, hat Ortmann beobachtet. [...]

Von Mike Höpfner

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