Stendaler Stadtrat unterstützt Vorlage / Neubau in Betracht gezogen / Überdenken der Einzugsgebiete

„Mobile Lösungen“ für die Nord-Schule

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Neubau oder Ausbau? Mittelfristig soll entschieden werden.

Stendal. Die Grundschule Petrikirchhof wird wohl weiterhin Streitthema bleiben. Zumindest soll geprüft werden, ob diese zukunftsfähig, oder durch einen Neubau zu ersetzen ist.

Geht es nach Stadtrat Hardy Peter Güssau (CDU), werden „alte Gebäude nicht immer den Bedürfnissen gerecht“, was die Geräumigkeit, die Sportmöglichkeiten und die Energieeffizienz angehe. Doch war der Petrikirchhof am Montagabend eher Randnotiz. Stendals Grundschulen haben ein grundsätzliches Platzproblem. Der Zuwachs an jungen Einwohnern sei gut und sei nicht nur durch Flüchtlinge bedingt. Die Entwicklung der Schülerzahlen sei trotzdem überraschend gewesen und gegen die Prognosen, die der Demographiecheck einst hervorbrachte. Das praktische Leben habe eines Besseren belehrt, sagte Oberbürgermeister Klaus Schmotz (CDU) während der jüngsten Stadtratssitzung und reagierte, wie von der Fraktion SPD/FDP/Piraten/Ortsteile gefordert, auf deren Beschlussvorlage.

Letztere beinhaltet unter anderem, dass die Grundschule Nord kurzfristig zu entlasten sei. Und dies soll zunächst, wie in der Vorlage vorgeschlagen, mit, so Schmotz, „mobilen Lösungen“ funktionieren. Doch wie lange sollen diese stehen? Ist ein weiterer Neubau nicht doch sinnvoll?

Des Weiteren regt die Fraktion an, die dritte, ungenutzte Etage der Ganztagsgrundschule an der Goethestraße zu sanieren und in Betrieb zu nehmen. Schmotz sprach zunächst davon, drei der sechs Räume in Betracht zu ziehen.

Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen. Zumal die Stadtratsmitglieder nun aktuelle Zahlen vorgelegt bekamen. Reiner Instenberg (SPD) wünscht sich „keine Denkverbote“ in der Debatte um die hansestädtischen Grundschulen. Und nannte auch den Standort Möringen als Option. Güssau wolle ohnehin die Ortschaften nicht aus den Augen verlieren.

Neben dem Thema Hortunterbringung soll in nächster Zeit zudem über die Veränderung der Einzugsgebiete beraten werden.

Von Alexander Postolache

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