Polizei rät: Wertsachen fotografieren

Mehr Einbrüche in Stendal: Sicher auf dem Datenträger

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Nachdem Einbrecher ihr Werk verrichtet haben: Oft ist es für Polizei, Versicherer und die Geschädigten schwer, Diebesgut sicher zuzuordnen.

Stendal. Allein sieben Einbrüche zählte die Polizei im Stendaler Stadtgebiet in den letzten Tagen des Monats Mai. Die Meldungen reißen auch weiterhin nicht ab. Dabei sind, wie jüngst berichtet, nicht nur Geschäfte wie Friseurläden und Discounter betroffen.

Diebe haben es vor allem auf privates Eigentum abgesehen und schrecken dabei nicht davor zurück, am helllichten Tag Eigenheime heimzusuchen. „Das ist für die Opfer schon eine schlimme Sache“, sagt Karsten Schulze, Eigentumsexperte der Kriminalpolizei, im Gespräch mit der AZ. Das Gefühl, dass eine fremde Person in den eigenen vier Wänden agiert, sei „sehr unangenehm“.

Unangenehm ist es aber auch, wenn gefundenes Diebesgut nur schwer den Weg zum rechtmäßigen Besitzer findet. Das liege vor allem daran, dass „die Eigentümer ihren Schmuck und andere Wertgegenstände wie Münzen nicht mehr wiedererkennen.“

Schulze rät in dieser Hinsicht, wertintensive Sachen zu fotografieren. Und – wenn noch möglich – auch den Kassenzettel mit auf das Bild zu nehmen. Das freue nicht nur die Polizei, sollte diese im Fall eines Einbruchs Ermittlungen aufnehmen müssen. Es helfe auch den Versicherern, die Schadenssumme zu ermitteln und gegebenenfalls zu erstatten. Der Datenträger – eine CD, DVD, Speicherkarte, Stick – mit den Fotos sollte dann gut versteckt sein.

Meist finde das Diebesgut „unter der Hand auf der Straße“ seinen Absatzmarkt. Selten werden Wertgegenstände im An- und Verkauf angeboten. Auch „online“ kommen Ermittler den Einbrechern vermehrt auf die Spur.

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