Milder Winter sorgt für mehr Hügel als im Vorjahr / Auch Sportplätze sind betroffen

Maulwürfe graben Grünflächen um

+

Stendal. „Es ist schon extrem dieses Jahr“, sagt Silke Pidun, Leiterin des Amtes für technische Dienste, zum verstärkten Aufkommen von Maulwurfshügeln auf öffentlichen Grünflächen.

„Wir haben natürlich nicht nachgezählt, aber es sind subjektiv mehr als noch im Vorjahr.“

Eine mögliche Erklärung dafür sei der milde Winter. Durch das Sonnenlicht und die frühlingshafte Wärme würden die Maulwürfe an die Erdoberfläche gelockt. „In den Böden ist kein Frost. Daher ist die Nahrung der Maulwürfe, also Insekten, Larven oder Regenwürmer, bereits vorhanden“, informiert Pidun auf Anfrage der AZ.

Auch Sportplätze sind zum Teil betroffen. „Gerade auf den Plätzen 2 und 4 haben wir durchaus Probleme mit Maulwurfshügeln“, so Dr. Ralf Troeger, Vizepräsident des 1. FC Lok Stendal. „Wir ebnen die Hügel ein, um die Spielbarkeit der Plätze sicherzustellen.“ An sich sei die Belästigung „noch im Rahmen“, so Troeger.

Um die Insektenfresser in Schach zu halten, bleibt auch der Stadt nicht viel anderes übrig, als neue Maulwurfshügel immer wieder dem Erdboden gleich zu machen. „Eine Bekämpfung ist schlichtweg unzulässig“, sagt Silke Pidun, „Maulwürfe dürfen lediglich vergrämt werden.“ Unter der Vergrämung versteht man das dauerhafte Vertreiben von Wildtieren, insbesondere Maulwürfe, Marder, Tauben oder Wildkatzen. [...]

Von Mike Höpfner

Lesen Sie mehr dazu im E-Paper und in der Printausgabe der Stendaler Altmark-Zeitung.

Kommentare