Eisbahn, Ausbau und archäologische Ausgrabungen belegen Marktplatz bis Herbst 2016

Stendals Markt bleibt erstmal auf dem Sperlingsberg

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Gestern fand zum ersten Mal für längere Zeit der Markt auf dem Sperlingsberg statt.

Stendal. Zum ersten Mal seit langem hat gestern der Wochenmarkt auf dem Sperlingsberg stattgefunden. Aber das wird erstmal so bleiben. Denn der Marktplatz steht in den kommenden Monaten nicht mehr bereit für Händler.

Stadtsprecher Klaus Ortmann hat gestern auf AZ-Anfrage bestätigt, dass die Stendaler sich noch auf einige Märkte am Ausweich-Standort einstellen müssen. Denn auf dem Marktplatz steht im kommenden Jahr so einiges an: Zunächst einmal soll die Eisbahn kommen, die – wenn machbar – bis Mitte Februar auf dem Marktplatz stehen würde. Dann folgen Ausgrabungen: „Die Archäologen sind schon ziemlich heiß auf die Ausgrabung“, sagte Ortmann. Man vermute unter dem Marktplatz einen alten Speicher, der noch bis zum Ende des 19. Jahrhunderts von der Feuerwehr genutzt wurde.

„Die können dort so lange arbeiten, wie sie müssen“, sagt Ortmann zur Zeiteinteilung mit den Mitarbeitern des Amtes für Denkmalschutz und Archäologie in Halle. Sie sollen alles bergen und erfassen, was historischen Wert hat. Und so lange wird sich dann auch die Stadt mit ihrem eigenen Umbau des Marktplatzes gedulden müssen. Die Hansestadt hat vor, Bäume zu pflanzen, die Fahrbahn am Markt zu erneuern und den Zugang zum Rathaus barrierefrei zu gestalten.

Die Händler des Wochenmarktes müssen also weiter bei der Sperlingsida stehen. „Das könnte bis zum Herbst 2016 dauern“, so Ortmann. Den Händlern selbst gefällt das nicht durchgängig. Roswitha Körner, Sprecherin der Markthändler, kritisiert, dass man erst „auf den letzten Drücker“ über das zeitliche Ausmaß der Änderung Bescheid bekommen habe. Generell wünsche man sich auch, dass die Händler bereits im Vorfeld politischer Entscheidungen über den Marktplatz eingebunden werden – zum Beispiel in die Diskussion um eine Eisbahn. Die hätte unter anderem auch auf dem Schützenplatz stehen können, so Körner.

Von Kai Hasse

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