Kostenexplosion für Schulbusse: Vize-Landrat empfiehlt, „bei der Regierung zu intervenieren“

„Luxuriöse Beförderungsdauer“

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Der Landkreis Stendal wird nächstes Jahr 4,8 Millionen Euro für die Schülerbeförderung ausgeben. „Längere Strecken und Mindestlohn wirken sich aus“, erklärt die Kreis-Kämmerin.

Stendal. Im Landkreis explodieren die Schulbus-Kosten. Für das Jahr 2015 kalkuliert Kreis-Kämmerin Susanne Hoppe mit fast fünf Millionen Euro, was einem Anstieg um 730 000 Euro für all die Hin- und Rückfahrten der 8270 Grund- und Sekundarschüler, Gymnasiasten, Förder- und Berufsschüler entspricht.

Auch der ab Januar 2015 geltende Mindestlohn für Taxifahrer treibt die Kosten hoch.

Und längst hört Stendals Vize-Landrat unerfreuliche Botschaften aus Magdeburg: Noch gilt in Schulbussen der Ostaltmark ein Fahrzeit-Limit von 30 Minuten. Es könnte bald Geschichte sein, weil dies eine „luxuriöse Beförderungsdauer“ sei, wie Dr. Denis Gruber von Entscheidungsträgern dort zu hören bekam. Ob die 30 Minuten „für eine Million Euro auch weiterhin leistbar“ bleiben, erfüllt auch Annegret Schwarz (CDU) mit Sorge. „Die Kosten verdanken wir dem Landtag“, so die Vielbaumerin, die den Grund für die Ausgabenflut nicht zuletzt in der Schließung kleiner Landschulen sieht.

Wegen der prekären Situation „hinsichtlich der Schülerbeförderung im Landkreis“ empfiehlt Gruber dem Kreistag, „bei der Regierung zu intervenieren“. [...]

Von Antje Mahrhold

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