Landkreis stellt neues Nahverkehrskonzept vor / Fahrpläne noch nicht konkret

Lücken im Wochenend-Fahrplan werden geschlossen

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Im Landkreis steht aktuell der neue Nahverkehrsplan auf der Tagesordnung. In Stendal sollen in erster Linie die Randgebiete besser mit dem Zentrum verbunden werden.

Stendal. Der aktuelle Nahverkehrsplan im Landkreis Stendal verliert in diesem Jahr seine Gültigkeit. Da sich zudem rechtliche Rahmenbedingungen geändert haben, ist eine Neuauflage des Planes unabwendbar.

Das bedeutet aber für den Bürger auch, dass er sich im Öffentlichen Personen-Nahverkehr (ÖPNV) auf geänderte Abfahrtszeiten von Bussen einstellen muss. Denn das Stendaler Stadtverkehrsnetz könnte vor allem an den Randgebieten um einige Haltestellen ergänzt werden. „Der geplante Bahnhaltepunkt ‘Fachhochschule’ kann eine Linienänderung notwendig machen“, heißt es dazu in einem umfassenden Konzept des Landkreises.

Ein wichtiger Punkt, der im neuen Nahverkehrsplan überarbeitet werden soll, sind die Wochenenden. „Es gibt Bedienungslücken am Samstag“, so die Aussage des Landkreises. Diese seien bedarfsgerecht zu schließen. Was sich letztlich konkret an den Fahrplänen ändern wird, steht noch nicht abschließend fest. Die Thematik wird am heutigen Mittwoch im Ausschuss für Wirtschaftsförderung, Landwirtschaft und Tourismus des Kreistages erstmals diskutiert.

Für die Kreisstadt Stendal ist vor allem eine „attraktivere Ausgestaltung des Stadtverkehrs im Hinblick auf die Anbindung der Randgebiete“ erwünscht. Alle wichtigen Verkehrs-, Sozial-, Wohn- und Arbeitsschwerpunkte sollen durch den öffentlichen Nahverkehr miteinander verbunden und gut zu erreichen sein.

Dabei dreht sich alles um den Verkehrsknotenpunkt der Rolandstadt, den Stendaler Hauptbahnhof. Bei der Abstimmung der einzelnen Verkehrsträger soll deren Anbindung an den Bahnhof die „oberste Priorität“ erhalten. Dazu sollen Hauptbahnhof und Stadtmitte in einem Rhythmus von 30 Minuten angefahren werden. Zudem könnte ein ähnlicher Busbahnhof, beziehungsweise ein sogenannter Rendezvous-Punkt, auch im Innenstadtbereich zur Realität werden. Dies wurde „vermehrt von den Nutzern der Buslinien“ nachgefragt. „Der Hauptbahnhof ist nicht das zentrale Ziel aller Busfahrenden, die eher ohne Umsteigen ins Stadtzentrum oder zum Krankenhaus fahren wollen“, so der aktuelle Nahverkehrsplan. Konkrete Ausführungen liegen auch hier noch nicht vor.

Davon ausgehend, dass sich das aktuelle Nahverkehrsangebot für den Landkreis bewährt habe, seien weiterhin keine gravierenden Änderungen vorgenommen worden. Nachdem die Thematik in mehreren Fachausschüssen besprochen werden wird, hat der Kreistag in seiner Sitzung am 3. November das letzte Wort darüber, ob der Nahverkehrsplan beschlossen wird.

Von Mike Höpfner

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